120. Landesversammlung der Evangelischen Landjugend

Pappenheim (red).  Auf Ihrer 120. Landesversammlung hat sich die Evangelische Landjugend klar für einen menschenfreundlichen Umgang in Netzwerken ausgesprochen. Zudem wurden weitere Schritte zur Selbständigkeit des Jugendverbands aus dem seinem Rechtsträger Verein der Evangelischen Bildungszentren im ländlichen Raum in Bayern e.V. (VdEBZ) diskutiert. Toni Stollner und Kilian Käfferlein wurden für den Landesvorstand nachgewählt.

ELJ spricht sich gegen Hatespeech aus und setzt den Weg in die Unabhängigkeit fort

Aufgrund der epidemischen Lage tagte das wichtigste Entscheidungsgremium der Evangelischen Landjugend am 26.3.2022 erneut digital. Landesvorsitzende Sara Endres bedauerte dies: „Wir hatten ein volles Programm für zwei Tage Präsenz vorbereitet, aufgrund von Krankheitsausfällen mussten wir kurzfristig um planen.“

Mitgliederzuwachs in 49 ELJ-Gruppen

Im virtuellen Plenum standen zunächst Berichte der Arbeitsgruppen auf dem Programm. Die Arbeitsgruppe Fetter Deal zog eine positive Bilanz zum Aktionsende, wie Landesvorsitzender Michael Dendorfer ausführte: „49 unserer Ortsgruppen haben Ihre Mitgliedszahlen in den letzten beiden Jahren um 20 Prozent gesteigert, auch fünf Kreisverbände haben dieses Ziel erreicht. Wir sind stolz auf die vielen Gruppen, die trotz der komplizierten Lage wachsen konnten.  Ein tolles Signal!“ Die erfolgreichen Gruppen freuen sich über eine Finanzspritze vom Landesverband.

Nachwahl für den ELJ-Landesvorstand

Seit Oktober 2021 ist der ELJ-Landesvorstand im Amt, jetzt gab es zwei Personalien. Neuer Vertreter für den Bezirk Oberfranken-Oberpfalz ist Toni Stollner aus Neukirchen im Kreisverband Hersbruck-Sulzbach. Kilian Käfferlein aus der Ortsgruppe Rothenstein (Kreisverband Weißenburg) verstärkt als Beisitzer den Landesvorstand. Die Landesvorsitzenden Sara Endres und Michael Dendorfer gratulierten den Gewählten zu ihren Funktionen.

Entschlossenes Handeln gegen Hass und Mobbing im Netz

Mit großer Mehrheit wurde dem Antrag „Gemeinsam gegen Hatespeech! Für mehr Wertschätzung, Nächstenliebe und Solidarität im Netz“ zugestimmt. Der Einsatz für Menschenfreundlichkeit und Demokratie ist in allen Landjugendverbänden fest verwurzelt. Gegen Gewalt, Hass und Hetze in sozialen Netzwerken hatte zunächst die Katholische Landjugendbewegung Bayern (KLJB) einen Beschluss vorgelegt, dem sich die Evangelische Landjugend nun anschloss.

Beide Jugendverbände erklären damit ihr Selbstverständnis, Hatespeech nicht zu tolerieren. Zugleich haben sie klare Forderungen an die Politik. Diese muss für Aufklärung durch mehr politische Bildung in Schule und Jugendarbeit sorgen und Beratungsangebote ausbauen. Zudem vermissen ELJ und KLJB einen klaren rechtlichen Rahmen und Handhabe gegen globale Medienkonzerne. Die Anzeige und Verfolgung strafbarer Handlungen im Netz und sozialen Netzwerken durch die Justiz muss schneller und effektiver möglich werden.

Weg in die Selbstständigkeit wird fortgesetzt

Weiter diskutiert wurde die Selbständigkeit des Jugendverbands. Der Landesverband der ELJ, bisher Zweigverein des Vereins der Evangelischen Bildungszentren im ländlichen Raum in Bayern e.V. (VdEBZ), wird soll in einen eigenständigen Verein umgewandelt werden. Für den Betrieb der Landesstelle soll eine Genossenschaft gegründet werden. Felicia Höchsmann von der verantwortlichen AG Gründer dazu: „Wir möchten eine Struktur schaffen, die den Aktiven Beteiligung auf Landesebene ermöglicht und dennoch die gewohnten Strukturen auf Orts-, Kreis und Bezirksebene beibehält.“ Der Weg hin zu einem selbstständigen und selbstverwalteten Jugendverband wird somit weiter fortgesetzt.

Bildunterschrift: Auf Ihrer 120. Landesversammlung hat sich die Evangelische Landjugend klar für einen menschenfreundlichen Umgang in Netzwerken ausgesprochen. Foto: Evangelische Landjugend (ELJ)

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