Abschluss der Jugendverkehrsschule Schuljahr 2021/2022

(red). Ein wenig Normalität, zumindest auf dem Plätzen der Jugendverkehrsschule. Die Verhinderung von Verkehrsunfällen, die Vermittlung von Wissen und das Feingespür für den Straßenverkehr wecken, das sind die großen Themen, die die Jugendverkehrsschule ausmachen. Die Kinder der vierten Klassen wurdenn von ihren Lehrern und Lehrerinnen bestens im theoretischen Teil der Ausbildung unterrichtet. Anschließend ging es, für insgesamt 10 Unterrichtseinheiten, auf die Verkehrsübungsplätze, um die Theorie in die Praxis umzusetzen.

Auffällig sind immer häufiger auftretende Defizite im Bereich des Gleichgewichtes. Leider gibt es auch Kinder, die das Fahrradfahren nie erlernt haben. Somit werden Handzeichen oder das Umsehen, was elementar wichtige Bestandteile im Straßenverkehr sind, zu riesigen Hürden. Erschreckend ist, dass, dieser kleine Teil der Kinder, deshalb nicht ausgebildet werden kann.

Wesentlicher Bestandteil des Ausbildungsinhaltes sind das Linksabbiegen und die Vorfahrtsregeln. Die Kinder kennen bereits aus dem Theorieunterricht die vorfahrtsregelnden Verkehrszeichen. Auf dem Verkehrsübungsplatz kann es nun auch mal vorkommen, dass sie die Schilder aufgrund des Entwicklungsstandes oder vor Aufregung übersehen werden. Schwierig stellt sich anfangs auch die Umsetzung der Regel „rechts vor links“ dar. Die Kinder müssen selbst überlegen und entscheiden, wer Vorfahrt hat oder wer stehen bleiben muss. Die Regelung an der Ampel ist dagegen ein Kinderspiel und problemlos.

Lebensgefährlich wird es für den/die Radfahrer*innen, wenn beim Linksabbiegen der Gegenverkehr übersehen wird. Eine Verkehrssituation bei der selbst Erwachsene – siehe „Kaufland o. Hörnlein Kreuzung“ – immer wieder ihre Probleme haben. Aus diesem Grund wird das Linksabbiegen, an unterschiedlichen Stellen, besonders intensiv geübt.

In allen geübten Bereichen machen die meisten Kinder im Verlauf der Ausbildung sehr große Fortschritte und nehmen die Tipps und Tricks ihrer Verkehrserzieher gerne an. Am Ende der Ausbildung stellen die Kinder ihr Wissen und Können in einer theoretischen und praktischen Prüfung unter Beweis.

Jetzt gilt: „Übung macht den Meister“

Die Kinder sind durch die Ausbildung bestens vorbereitet. Sie müssen das Erlernte wiederholen und, so oft wie möglich, am Straßenverkehr teilnehmen. Hier geht mein Appell an Alle, aber vor allem an die Fahrradfahrer*innen:

Bitte seien Sie ein Vorbild und halten sich an die geltenden Vorschriften. Gerade Fahrradfahrer*innen scheinen oftmals ihr Wissen, sobald sie ihr Auto verlassen, zu vergessen. Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr dürfen auf dem Gehweg fahren. Erwachsene und Jugendliche gehören mit ihrem Fahrrad auf die Straße, außer der Gehweg ist für Radfahrer freigegeben oder es ist ein ausgeschilderter Radweg vorhanden. Der Radweg, sowie Radfahrstreifen müssen benutzt werden. Der/Die Fahrradfahrer*in ist eine/r der schwächsten Verkehrsteilnehmer*innen und sollte gerade deswegen besonders auf sich und die Anderen achten. Dies beginnt bei den Regeln rund um den Straßenverkehr, geht über die verkehrssichere Ausstattung des eigenen Fahrrades und endet mit der Bekleidung, sowie einem gut sitzendem Fahrradhelm.

Es gilt: „Ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht und die auf beiden Seiten. D. h. alle Verkehrsteilnehmer, egal ob mit oder ohne Motor“.

In diesem Schuljahr haben 779 Schülerinnen und Schüler an der Ausbildung in der Jugendverkehrsschule teilgenommen. Davon haben 739 Kinder die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Dies entspricht einer Erfolgsquote von knapp 95 Prozent!

Im Bereich der Polizeiinspektion Weißenburg, hierzu zählen die Grundschulen Weißenburg, Pleinfeld, Ellingen, Nennslingen, Alesh.-Emetzheim, Altmühlfranken-Schule und die Montessori Schule, liegt das Ergebnis bei knapp 94 Prozent. Insgesamt wurden 304 Schüler ausgebildet und 285 haben die Radfahrprüfung bestanden.

Das erfreuliche Prüfungsergebnis zeigt, dass alle Beteiligten, besonders aber die Kinder, hochmotiviert und mit viel Interesse an der Fahrradausbildung teilgenommen haben.

Bildunterschrift: Auf dem Foto sind die teilnehmenden Schüler*innen der Klassen W5 und W5/6 der Altmühlfranken-Schule Weißenburg mit ihrer Klassenlehrerin Frau Strasser zu sehen. In dieser Klasse haben alle Schüler*innen, die Prüfung bestanden. Dies ist eine herausragende Leistung. Mit auf dem Bild sind die Verkehrserzieher der Polizei Treuchtlingen PHK Jung (rechts) und der Polizei Weißenburg PHM Amberger (links). Foto: Polizei Weißenburg

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