Gunzenhausen (red). Im November sind die Sanitätsdienste für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte in Gunzenhausen meist abgearbeitet. Es wird viel Zeit mit Schulungen oder Besprechungen verbracht. So war der November in diesem Jahr für die Bereitschaft Gunzenhausen sehr terminintensiv. Knapp 600 Stunden ehrenamtlicher Arbeit kamen so zusammen. Zum Abschluss feierten die Ehrenamtlichen kameradschaftlich ihre Weihnachtsfeier und ehrten ihre „Helferin des Jahres 2019“, Bianca Sperk, gebührend.

Traditionell endet für die Sanitäter der ehrenamtlichen Einheit des Bayerischen Roten Kreuzes die Saison von den „Sanitätswachdiensten“ mit der Kirchweih Gunzenhausen. Dieses Jahr gab es allerdings noch einige Einsätze im Oktober und November zu erledigen. Zuletzt riefen der St.-Martins-Umzug eines Kindergartens, ein Fußballturnier und der Kabarettist Michl Müller die Ehrenamtlichen auf den Plan. Im Letzten Monat, an dem in der Einheit gearbeitet wird, gab es aber noch einiges andere zu tun. Insgesamt wurden neun Besprechungen abgehalten, der Volkstrauertag begleitet, mehrere Schulungen durchgeführt und zwei Weihnachtsfeiern abgehalten. Außerdem besuchten mehrere Kräfte einen Lehrgang in Georgensgmünd, um Grundkenntnisse über den Betreuungsdienst zu erlernen, vier andere Helfer absolvierten in Weißenburg ihre Sanitätsdienstausbildung. Besonders zeitintensiv waren die Schulungen, die jede Einsatzkraft benötigt, um jedes Jahr erneut in den Einsatz gehen zu dürfen. Einen Unterricht, um mit den Sonderwarneinrichtungen der Fahrzeuge fahren zu dürfen, ein anderer zur Hygiene und wiederum einer zum Datenschutz bzw. zur Schweigepflicht. Besonders wichtig ist aber das Training zur Reanimation – ein Kernbestandteil der Rotkreuzhelfer. Dementsprechend genau und ausführlich führte der Bereitschaftsleiter Paul Pfeifer die Schulungen durch.

Für den Bereitschaftsleiter gab es aber auch noch einige andere Termine abzuarbeiten. So besuchte er die Indienststellung eines neuen Fahrzeuges auf der Rettungswache Weißenburg und eine Sitzung aller Bereitschaftsleiter im Kreisverband auf der Rettungswache in Georgensgmünd. Zwischendurch erarbeitete er den Jahresplan für 2020. Der Ortsverein der SPD besuchte das monatliche Blutspenden in Gunzenhausen und informierte sich umfangreich über die Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in der Altmühlstadt. Auch spendeten Parteimitglieder gleich selbst Blut und versicherten eine regelmäßige Wiederholung. Bereitschaftsleiter Pfeifer zeigte sich auch deshalb sehr erfreut über das Interesse der Politiker über die Ehrenamtliche Arbeit.

Einige Tage später besuchte Pfeifer dann die kleine Weihnachtsfeier der Helferinnen des Blutspendens. Die engagierten Frauen stellen seit Jahren mit viel Herzblut diese wichtige Veranstaltung sicher. So konnten auch dieses Jahr wieder hervorragende Zahlen vom Blutspenden vermeldet werden. Jeden Monat werden in Gunzenhausen zwischen 170 und 200 Spender mit einem Essen und einem kleinen Dankeschön versorgt. Hierfür arbeiten die Helferinnen in zwei Schichten mit je sieben Frauen. Ausgegeben wurden dann über das gesamte Jahr über 2100 Essen. Geführt werden die über 20 Rotkreuzler von Günter Albrecht, der sich ebenfalls an der Weihnachtsfeier für die umfangreiche und zuverlässige Arbeit bedankte. Außerdem sprachen Petra Schmidt als Vertreterin der Geschäftsstelle des Kreisverbandes Südfranken und Herr Popp als Referent des Blutspendedienstes ebenfalls ihren Dank in einem kleinen Grußwort für die Unterstützung aus.

Wiederum eine Woche später, am ersten Adventswochenende, feierten dann alle anderen Helferinnen und Helfer der Bereitschaft Gunzenhausen, wie jedes Jahr, in Langlau im Gasthaus zur Eisenbahn kameradschaftlich ihre Weihnachtsfeier. Seit einigen Jahren schon ehrt der Bereitschaftsleiter Paul Pfeifer nur noch einen „Helfer des Jahres“ an diesem Abend. Alle anderen Danksagungen und Ehrungen werden dann im Januar am Neujahresempfang vorgenommen. An dieser Veranstaltung kommen dann alle Helferinnen und Helfer der Bereitschaft zusammen. Die getrennten Weihnachtsfeiern kommen nur aufgrund der geschichtlichen Entwicklung zustande.

In Langlau wurden die Sanitäter vom stellvertretenden Kreisbereitschafsleiter Christian Uhl besucht. Dieser betonte, dass er sich freue, jedes Jahr in die meist gleichen Gesichter schauen zu dürfen. Eine stabile Mannschaft sei für eine solche ehrenamtliche Einheiten nicht normal und müsse unbedingt gepflegt werden! Die Stabilität der Bereitschaft Gunzenhausen sei auch der Grund, warum der Kreisverband sich entschieden habe, einen neuen Einsatzleitwagen zu kaufen und in Gunzenhausen zu stationieren. Das neue Fahrzeug im Wert von mehr als 200.000 Euro wird nächstes Jahr neu gebaut und in Gunzenhausen den Fachdienst „Information und Kommunikation“ des BRK neu ansiedeln.

Markus Dengler, Beauftragter des Ehrenamtes des Kreisverbandes Südfranken, freute sich nach langer Zeit mal wieder die Bereitschaft Gunzenhausen besuchen zu dürfen. Der Bereitschaftsleiter bedankte sich beim Beauftragten des Ehrenamtes gleich mit einem kleinen Präsent. „Die Zusammenarbeit mit dem Kreisverband ist so eng und kameradschaftlich, weil sich Markus Dengler stark für unsere Belange einsetzt. Hierfür müssen wir auch mal Danke sagen!“, betonte Pfeifer. Die Kameradin Bianca Sperk, die schon seit etlichen Jahren in der Mannschaft ihren Dienst tut, wurde vom Bereitschaftsleiter zur „Helferin des Jahres 2019“ benannt. Sie zeige eine unermüdliche Beteiligung und sei bei jeder Veranstaltung des BRK vor Ort. Und wenn es mal an einem Wochenende keinen Dienst gäbe, so beteiligt sie sich im ehrenamtlichen Rettungsdienst. Dieses durchgehende und wirklich hervorragende Engagement wurde vom örtlichen Leiter gebührend berücksichtigt und gedankt. Auch in der Mannschaft fand die Ehrung breite Zustimmung und bekam ausführlich Applaus. Der Abend wurde noch ausgiebig gefeiert und beendete die arbeitsreiche Zeit im Herbst.

In den kommenden Wochen stehen nur vereinzelt Termine für die Sanitäter an. Mitte Januar geht es dann mit den ersten Terminen und dem Neujahresempfang los mit der Arbeit für Jahr 2020. Weitere Informationen über die Arbeit der ehrenamtlichen Sanitäter findet man im Internet auf deren Homepage. Unter www.bs-gunzenhausen.de gibt es ausführliche Erläuterungen.

Bildunterschrift: Die Beteiligung am Volkstrauertag versteht sich für die ehrenamtliche Einheit von selbst (v.l.): Karl Brandstätter, Sandra Zimmerer, Sabrina Schulten-Wörl, Florian Schuster und Bereitschaftsleiter Paul Pfeifer. Foto: Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit, BRK

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