Frankenmuth feierte 175-jähriges Bestehen

Gunzenhausen/Frankenmuth (red). Am 18. August 1845 kamen die ersten 15 Siedler aus unserer Gegend auf Initiative von Pastor August Crämer nach Amerika und gründeten dort die Stadt Frankenmuth. Schnell wurde ein „Gemeinschaftshaus“ gebaut, wo Gottesdienste und Versammlungen abgehalten wurden. Dies war der Ursprung der heutigen St. Lorenz Kirche. Bereits 1846 folgte eine zweite Gruppe mit rund 90 Siedlern. Heute ist Frankenmuth ein Magnet für jährlich mehr als drei Millionen Touristen als „Michigans Little Bavaria“.

Die ersten Siedler waren geleitet von den Idealen von Gott und den Menschen, verließen ihre Verwandten und Freunde um inmitten des Indianergebiets der Chippewa Indianer eine Christliche Gemeinde zu gründen und mit ihnen den Geist Jesu Christi zu teilen.

An Weihnachten 1846 konnte dann schon eine größere und bessere Kirche mit Schule und Pfarrhaus eingeweiht werden. Die Emigranten nannten die Kirche St. Lorenz nach der Kirche St. Laurentius in Rosstal. Das war das Resultat von Mut, Tapferkeit und einer standhaften Mission.

Heute sieht die St. Lorenz Kirche ganz anders aus als damals. Die heutige Kirche wurde 1880 gebaut und 1966 erweitert. Einmal monatlich gibt es in Frankenmuth einen deutschen Gottesdienst.

Das Ehepaar William und Emilie Zehnder übernahm 1928 Fischer’s Hotel. Ihr Sohn Tiny und seine Frau Dorothy machten das Bavarian Inn Restaurant daraus. Sie bieten bis heute „The world famoust chicken dinner“ – die weltbesten Hähnchen. Dorothy Zehnder ist heute mit 95 Jahren immer noch in der Küche zu finden. Die Familie Zehnder betreibt auch einen großen Hotelkomplex mit Funpark – die Bavarian Inn Lodge. Viele weitere Läden an der Hauptstraße – unter anderem das Cheese House und die Geschäfte im River Place sind im Familienbesitz.

Auch den weltweit größten Weihnachtsladen gibt es in Frankenmuth. Gegründet von Wally Bronner, betreibt heute Wayne Bronner mit seiner Familie das Geschäft.

Ganz Frankenmuth feierte am 18. August das 175-jährige Stadtjubiläum, das natürlich auch unter den Einschränkungen durch Corona zu leiden hatte.

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz gratulierte Bürgermeisterin Mary Anne Ackerman zum Stadtjubiläum und wünschte, dass sich die Stadt Frankenmuth weiter so gut entwickeln möge wie bisher. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass in zwei Jahren das 60-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Gunzenhausen und Frankenmuth gefeiert werden kann. Aus diesem Anlass werden sich viele Freunde und Bekannte aus den beiden Städten wiedersehen.

Bildunterschrift: Frankenmuth feierte 175-jähriges Bestehen. Foto: Ingeborg Herrmann

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