Freie Wähler fordern Werbeoffensive

Weißenburg (red). Die Fahrgastzahlen der Stadtbuslinie sind, trotz der allseits geführten Klimadebatte, in der Vergangenheit sehr rückläufig. Die Fraktion der Freien Wähler in Weißenburg will demnach das Busfahren in Weißenburg interessanter machen und schlägt vor, die Fahrpreise für den Stadtbus zu bestimmten Zeiten zu erlassen.

Um sich selbst ein Bild von der Stadtbuslinie zu machen, haben die vier Stadträte der Freien Wähler, StR und MdL Wolfgang Hauber, StRin Manuela Mühlöder, StR Heinz Gruber und StR Alexander Kohler am Samstag, 13. Juni 2020, eine Rundfahrt mit dem Stadtbus unter-nommen. Begleitet wurden sie dabei vom Vorsitzenden des Stadtmar-ketingvereins (SMV) Simon Sulk.

Während der Rundfahrt konnten interessante Gespräche mit treuen Stadtbusfahrern/innen geführt werden. Insbesondere Bewohner der Schafscheuer/Ludwigshöhe nehmen den Stadtbus gerne in Anspruch. Ist es doch mühsam, zu Fuß oder mit dem Fahrrad dorthin zu gelangen.

Wenn wir uns schon für die Belange der Busfahrer stark machen, so Frau Ott, die auf der Schafscheuer lebt, so möchte sie uns doch gerne darauf hinweisen, dass es sehr schön wäre, wenn an der zentralen Haltestelle inmitten der Altstadt (Blaues Haus/Gotisches Rathaus) eine Sitzgelegenheit, sowie ein Bushäuschen installiert werden könnte. Viele Senioren oder mobil eingeschränkte Personen würden diese Haltestelle nutzen und stünden dort, vor allem im Winter, bei Wind und Wetter, um auf den Bus zu warten. Hier wäre dringend Handlungsbedarf. Gerne haben wir diese Anregung mitgenommen.

Die Reduzierung des innerstädtischen Verkehrs war in nahezu allen Wahlprogrammen ein erklärtes Ziel. Um dem gerecht zu werden, sollte nach Lesart der Freien Wähler Fraktion eine neue Werbekampagne für den Stadtbus und den Einkauf in der Altstadt gestartet werden. Insbesondere an den Wochenmarkttagen, Mittwoch und Samstag, könnte dies dazu beitragen, Besucher in die Innenstadt zu bringen. Gerade der Samstag wird gerne zum Marktbesuch und zum Stadtbummel genutzt. Familien nehmen sich dann Zeit, um gemeinsam zu shoppen, regionale Leckereien auf dem Wochenmarkt einzukaufen und anschließend in einem der Cafés oder Restaurants einzukehren. Eine Ausweitung des Samstagsfahrplans in den Nachmittag hinein wäre erforderlich, um einem ausgiebigen Stadtbummel entgegenzukommen.

Der Lockdown während der Corona-Pandemie hat viele der Ladengeschäfte in der Innenstadt stark in Mitleidenschaft gezogen. Eine Werbekampagne, die die Stadtbuslinie in das Bewusstsein der Bürger ruft, in Verbindung mit einem Aufruf zum Einkauf regionaler Produkte bzw. zum Shopping in den beheimateten Geschäften soll hierfür Anreize schaffen.

Es steht zu hoffen, dass derjenige, der den Stadtbus einmal genutzt hat und positive Erfahrungen damit gemacht hat, diesen auch öfter in Anspruch nehmen wird. Insbesondere auch Senioren und eingeschränkt mobile Einwohner, sowie Haushalte ohne Auto sollten es einfach einmal ausprobieren.

Simon Sulk vom Stadtmarketingverein schlägt außerdem vor, die Ort-steile am Samstag von einer separaten Buslinie anfahren zu lassen, um Ortsteilbewohner an den Wochenmarkt und an den lokalen Stadtbummel ohne Pkw heranzuführen. Es geht darum, die Geschäfte in unserer schönen Altstadt zu stärken und die Besucherzahlen der Wochenmärkte zu erhöhen. Dadurch könnte deren Angebot langfristig auch noch weiter ausgebaut werden. Frische, Vielfalt und regionale Qualität könnten dann durch weitere Fieranten noch ausgiebiger angeboten werden. Die Finanzierung des kostenlosen Busverkehrs zu bestimmten Zeiten, wird zu diskutieren sein.

Die Freien Wähler Weißenburg erhoffen sich durch diese Aktion, das Bewusstsein der Weißenburger für IHR lebenswertes und liebenswer-tes Weißenburg und damit auch für die örtlichen Geschäfte und letzt-lich auch für den STADTBUS zu stärken.

Bildunterschrift: Die Stadträte der FW machten sich gemeinsam mit Simon Sulk bei einer Rundfahrt selbst ein Bild vom Stadtbus. Foto: Freie Wähler Weißenburg

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