Triesdorf (red). Im Alten Reithaus in Triesdorf überreichten Regierungsvizepräsidentin Dr. Kerstin Engelhardt-Blum, Eva Reitzlein, Leiterin des Bereichs Ernährung und Landwirtschaft, und Günther Engelhardt, Vorsitzender des Meisterprüfungsausschuss Mittelfranken, Urkunden und Zeugnisse an 9 Landwirtschaftsmeisterinnen und 35 Landwirtschaftsmeister.

Regierungsvizepräsidentin Dr. Engelhardt-Blum gratulierte den jungen Meisterinnen und Meistern und bescheinigte ihnen ein umfassendes Grundwissen, das sie sich in den letzten sieben Jahren der Aus- und Fortbildung erworben hätten. Aber es genüge nicht, die Theorie zu beherrschen, das Wissen muss auch in die Praxis umgesetzt und in der Öffentlichkeit kommuniziert werden. Dies erfordere viel Geduld, Fingerspitzengefühl und den entsprechenden Mut. „Lassen sie sich nicht entmutigen“ riet Regierungsvizepräsidentin Dr. Engelhardt-Blum den Absolventen, „die Landwirtschaft bietet sehr gute Perspektiven.“

Die besten Meister in Mittelfranken waren in diesem Jahr Christiane Müller aus Gersdorf, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, mit dem herausragenden Notendurchschnitt von 1,20. Ihr folgte Martin Stieber aus Neubrunn, Landkreis Würzburg, mit einem ebenfalls sehr guten Notendurchschnitt von 1,36 und Gabi Hein aus Hainklingen, Landkreis Ansbach, mit einem Notendurchschnitt von 1,46.

Ministerialrat Dr. Michael Karrer, Bildungsreferent im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung Landwirtschaft und Forsten, ehrte zusammen mit Elisabeth Forster, Vorsitzende der Meister und Ausbilder in Mittelfranken die 20 Prozent besten Meister des Prüfungsjahrganges mit dem Meisterpreis. Dieser Preis besteht aus einer Medaille und einer Urkunde. Dr. Karrer zeigt sich sichtlich begeistert von der Motivation der jungen Meister und empfahl ihnen, nicht stehenzubleiben, sondern alle Möglichkeiten der Fortbildung zu nutzen. „Bildung braucht Zeit“, hob Dr. Karrer hervor.

„Beziehungen pflegen – Gemeinsamkeiten suchen“ lautete das Motto der Festveranstaltung. Festredner Rolf Brauch vom Bildungshaus Neckarelz betonte in seiner Ansprache, die Kernkompetenz des Meisters sei sich selbst zu führen, Menschen zu führen und ein Unternehmen zu leiten. Aber echte Führung gelinge nur, wenn zunächst die Realität auch ehrlich analysiert werde. „Das betrifft sowohl die eigene Person mit den Stärken und Schwächen, aber auch die Arbeitswirtschaft oder die eigenen Vollkosten“, referierte Brauch. „Das braucht Zeit, aber auch den Mut sich selber zu reflektieren oder sich die entsprechende Rückmeldung geben zu lassen“, stellte Rolf Brauch fest. Letztendlich brauche Führung nach Rolf Brauch auch unbedingt Kommunikation sowie gelingende und belastbare Beziehungen. „Reden ist Silber, Schweigen ist Sprengstoff für die Familien. Beziehungen sind der Humus, auf dem Familienbetriebe wachsen, gedeihen und blühen“, mahnte der Festredner.

Bildunterschrift: 44 Meisterbriefe konnten überreicht werden. Foto: Hans Böll

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