Musikantenstammtisch wurde zum Magneten

PLEINFELFD (RED). Einen musikalischen Streifzug über die komplette Breite der Volksmusik mit vielen Witzen, Gedichten und dem gemeinsamen Singen von alten Volksliedern erlebten die rund 60 Besucher des 4. Musikantenstammtisches in der Gaststätte Pamer in Pleinfeld.

Die Gaststätte platzte diesmal mehr als aus allen Nähten, als 17 Musikanten und Sänger ein großartiges Feuerwerk der volkstümlichen Musik abbrannten. Aufgrund der mittlerweile derart großen Resonanz weit über die Landkreisgrenzen hinweg, war die Veranstaltung binnen weniger Tage völlig „ausverkauft“.

„Aus dem Zusammenklang mehrerer Töne von jeweils anderer Tonhöhe – das sind unsere Musiker – erwächst Mehrstimmigkeit, aus den Beziehungen der Töne untereinander entsteht Harmonik. Und heute Abend wollen wir die Begriffe Töne, Harmonik und Stammtisch verbinden. Ein Garant für einen tollen Abend!“ eröffnete Initiator und Moderator Christian Lutz den Abend. „Dabei wird keinem Musikanten oder einer Musikgruppe vorgeschrieben, was sie zu spielen haben“, so Lutz. Jedenfalls galt auch für den 4. Musikantenstammtisch wieder das Motto, gemütlich „beianander sitzn, ratschn und genussvoll den Darbietungen der Musikanten zuhören.“

Und dazu trugen die zahlreichen Stammtischmusikanten selbst bei: Mit flotten Polkas, Walzern, Landlern und Boarischen konnten Werner Achinger, Hans Balder, Helga Auernhammer, Ludwig Eckerlein, Adolf Koller, Christian Lutz, Ines Mnich, Maria Popp und Andrea Späth auf ihren Steirischen Harmonikas sowie Erich Schindel mit dem Akkordeon begeistern. Unterstützung gab es von Gerhard Pieschel mit der Tuba sowie Gert Geiselsöder und Anna Tauber mit der Gitarre. Einen Auszug ihres Könnens gaben auch Josef Talavasek (Gitarre) und Herbert Wurm (Gesang).

Das Gasthaus bebte, als Emmi Weiss und Fritz Rabenstein vom Fränkischen Wirtshauskabarett aus Herzogenaurach ein Potpourri aus vielen bekannten Volks- und Stimmungsliedern auf dem Akkordeon und der Teufelsgeige vortrugen und die gesamte Gastwirtschaft mitsang und mitschunkelte.

Lutz, der wie immer locker und routiniert durch den Abend führte, unterhielt zwischen den einzelnen Darbietungen mit vielen kleinen fränkischen Reimen, Geschichten und Anekdoten, so dass die Zeit wie im Fluge vorüber ging.

Kräftig mitgesungen konnte zum Schluss des offiziellen Veranstaltungsteils beim Lied „Dem Land Tirol die Treue“, welches Lutz seinem kürzlich verstorbenen Musikerkollegen und Mitbegründer des Musikantenstammtisches Hanni Weihrether widmete. Aufgehört wurde, als jeder Gast ausgesungen, die Musikanten das letzte Lied gespielt und alle ausgetrunken hatten – und das war weit nach Mitternacht.

Bildunterschrift: Der nächste Musikantenstammtisch findet voraussichtlich im September statt, der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Foto: Christian Lutz

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