Neue Bäume für den Gunzenhäuser Falkengarten

Gunzenhausen (red). Wenn Bäume krank sind oder nicht mehr richtig sicher stehen, dann hilft meist nur die Fällung. Im Gunzenhäuser Falkengarten hat es nun zwei Linden erwischt, die eine litt unter dem heimtückischen Brandkrustenpilz, die andere hatte ihr Lebensende längst erreicht und musste bereits seit Jahren mit Spanngurten gesichert werden. Das heimische Unternehmen Hartmann Garten- und Landschaftsbau GmbH hat nun einen Austausch vorgenommen und zwei neue Klimabäume gepflanzt.

Tilia tomentosa ´Brabant´- was für den ein oder anderen möglicherweise wie ein italienisches Nudelgericht klingt, ist in Wahrheit der Name einer klimawandelresistenten Baumart, die auch unter der Bezeichnung Silberlinde bekannt ist. Das Tolle: Bei den Bäumen handelt es sich um Bienengehölze, die keine Honigtauabsonderung haben. Für die neuen Silberlinden wurde an den betroffenen Stellen im Falkengarten ein Bodenaustausch vorgenommen. Die ausgehobenen Gruben wurden mit Baumsubstrat gefüllt. Die Linden wurden mit Unterflurverankerungen gesichert. Beim Setzen der Bäume wurden um die Stämme sog. Ritter-Rosenwaben ausgelegt. Die Waben sind mit Splitt ohne Feinanteile aufgefüllt worden und vermindern nun den Wurzeldruck auf die Ballen.

Die beiden Silberlinden haben sich wunderbar in den bestehenden Baumbestand im Falkengarten integriert. Sie freuen sich auf Ihren Besuch, vielleicht ja im Sommer, bei einer der zahlreichen Kulturveranstaltungen der Stadt Gunzenhausen, die auch 2022 wieder dort stattfinden werden.

Foto: Stadt Gunzenhausen

Related Posts

Aileen Meyer
Ein Jahr in Indien
­Luftbeobachtung in Mittelfranken auch am 17. August 2022
Kulturelle Bildung als Voraussetzung für eine offene Gesellschaft