Neue Leitung in der Suchtberatung des Diakonischen Werkes

Weißenburg (red). Nach fast 40 Jahren ging wie berichtet, die bisherige Stellenleitung Karin Ernst, Ende November 2021 in den verdienten Ruhestand. Eine Ära ging damit zu Ende, da Frau Ernst von Anfang an und somit 40 Jahre das Wirken der Suchtberatung des Diakonischen Werks als Leiterin verantwortet hat.

Umso mehr war es für Geschäftsführer Martin Ruffertshöfer eine besondere Herausforderung, eine adäquate Nachfolge sicherzustellen und die Neuausrichtung des psychosozialen Dienstes zu gestalten. Gerade die Berufsgruppe PsychologInnen sind sehr gesucht und vermehrt in Ballungszentren angesiedelt.

Desto mehr freut es den Diakonie-Geschäftsführer, mit der neuen Stellenleitung eine Top-Besetzung gefunden zu haben. Nach nur einem Monat Vakanz konnte die Leitungsstelle zum 01.01.2022 neu besetzt werden und sowohl das Mitarbeiter-Team, als auch das Vorstandsgremium waren über den Besetzungserfolg glücklich.

Nun also ist sie da, die neue Stellenleitung der Suchtberatung, und hat sich zwischenzeitlich mit den Rahmenbedingungen und ihrem Team vertraut gemacht. Frau Ulrike Schmeisser ist Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin (Schwerpunkt Verhaltenstherapie) und bringt langjährige Erfahrungen im Suchtbereich mit. Nach ihrem Studienabschluss 2002 war sie zunächst lange Jahre im Bereich der stationären Entzugsbehandlung, dann mehrere Jahre im Bereich der stationären Suchtrehabilitation (Entwöhnung) tätig. In den letzten Jahren arbeitete sie als Psychoonkologin im Krankenhaus. Wichtig ist ihr neben der Beratung und der Ambulanten Rehabilitation Sucht, insbesondere die immer noch weit verbreitete Stigmatisierung Suchtkranker weiter abzubauen Frau Schmeisser freut sich nun, mit ihren Mitarbeitenden, drei Sozialpädagogen, einer Psychologin und zwei Teilzeit-Verwaltungskräften, den Menschen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen rund um das Thema Sucht helfen zu können und mit kompetenter Beratung Lösungen zu finden.

Rückblick:

Die Suchtberatungsstelle ist von Anfang an unter dem Dach des Diakonischen Werks Weißenburg tätig. Anfangs noch als „Drogenberatungsstelle“ – der Fokus lag zunächst auf den Konsumenten illegaler Drogen. Später hieß es „Alkohol- und Drogenberatung“. Letztlich wurde dem Umstand, dass der Schwerpunkt der Beratung auf dem Bereich Alkohol liegt, aber mittlerweile nicht nur Betroffene von stoffgebundenen Abhängigkeiten, sondern auch Glückspiel- und Medienabhängige bzw. Essgestörte beraten werden, auch im Namen Rechnung getragen: es hieß dann „Suchtberatungsstelle Weißenburg-Gunzenhausen“.

In den Anfangsjahren wurde auch der Landkreis Roth bzw. Schwabach über eine Außenstelle von Weißenburg mitbetreut, bis diese 1997 eigenständig wurden.

Ausblick:

Ein besonderer Höhepunkt wird in diesem Jahr das 40-jährige Jubiläum der Suchtberatung sein. Offiziell gibt es den Dienst seit 01.04.1982 doch aus Sicherheitsgründen, welche der Corona Pandemie geschuldet sind, wird erst im Sommer eine angemessene Feier stattfinden.

Anlässlich des Jubiläums geht in Kürze die erste Folge des Podcasts der Suchtberatung Weißenburg-Gunzenhausen, „Rauschplausch“, in allen üblichen Kanälen auf Sendung. Dieser ist ein Gemeinschaftsprojekt des Teams der Suchtberatung unter Federführung von Sozialpädagogen Christopher Sand. Das Team freut sich schon auf hoffentlich zahlreiche Rückmeldungen und Anregungen für weitere Folgen.

Bildunterschrift: Geschäftsführer Martin Ruffertshöfer stellte Ulrike Schmeisser als neue Stellenleiterin vor. Foto: Diakonie Weißenburg-Gunzenhausen

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