Neues Nest für die Störche in Muhr am See

Muhr am See (red). Wohnungstausch in luftiger Höhe:  Kürzlich war es soweit. Die Störche auf dem Dach der St. Jakobus Kirche in Muhr am See haben ihre neue Nisthilfe bekommen. In einer aufwendigen Gemeinschaftsaktion von LBV, Kirche und Bauhof der Gemeinde Muhr am See wurde das Nest mitsamt Unterkonstruktion ausgetauscht.

Beim alte Storchennest, das bereits seit vielen Jahren auf dem Türmchen der Kirche thronte, war die hölzerne Unterkonstruktion in die Jahre gekommen und morsch. Mit den Jahren hatte
das alte Nest zudem eine enorme Höhe erreicht und einen mächtigen Überhang bekommen und wurde langsam zur Gefahr für Störche und Menschen. Auf Anraten des Storchenbeauftragten im Landkreis, Bernhard Langenegger von der LBV Kreisgruppe Weißenburg-Gunzenhausen, wurde die Konstruktion nun durch eine langlebigere Storchennisthilfe aus verzinktem Stahl ersetzt. Nach Rücksprache mit den zuständigen Naturschutzbehörden konnte bereits Ende Juli die Schlosserei Hinderks aus Unterwurmbach mit der Anfertigung der Nisthilfe beauftragt werden. Mitarbeiterinnen des LBV haben nach Fertigstellung dann noch das Nest mit Weidenzweigen am Rand und am Boden eingeflochten und sozusagen für die Grundausstattung des neuen Storchennestes gesorgt.

Durch derzeit laufende Sanierungsarbeiten an der Fassade der Kirche konnte der Landesbund für Vogelschutz, nach Absprache mit dem Staatlichen Bauamt Ansbach, das zu diesem Zweck
aufgestellte Gerüst gleich zur Umsetzung des Nestes nutzen. In einer mehrstündigen Gemeinschaftsaktion der Kran-Firma Rachinger, Schlosserei Hinderks, Bauhofmitarbeitern der Gemeinde Muhr am See und Mitarbeiterinnen der LBV-Umweltstation Altmühlsee konnte das alte Nest mit einem Gewicht von gut 700 Kilogramm komplett in einem Stück mit dem Kran heruntergehoben werden. Im Anschluss wurde das neue Nest aufgesetzt und auf dem Kirchenturm fixiert.

Nun müssen sich die Störche ihr neues Zuhause noch etwas „wohnlicher“ einrichten und dann kann im Frühjahr die neue Storchensaison starten. Der LBV bedankt sich bei allen fleißigen
Helferinnen und Helfern, die diesen Einsatz in luftiger Höhe und am Boden unterstützt und möglich gemacht haben.

Foto: Axel Seiss

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