Waldweihnacht und Tag der Menschenrechte

Weißenburg (red). Zum sechsten Mal nun laden die christlichen Kirchen zu einer ökumenischen Waldweihnacht auf die Wülzburg ein. Die Andacht am Montag, 9. Dezember, um 19.00 Uhr, wird von Dekanin Ingrid Gottwald-Weber, von Diakon Norbert Waldmüller, von Pastor Manuel Stemmler, Pastor Ottmar Schülke und Prediger Werner Mews verantwortet.

Die Jagdhornbläser unter der Leitung von Ute Maillinger sowie der evangelische Posaunenchor unter der Leitung von KMD Michael Haag sind in diesem Jahr auch wieder mit dabei. Auch die anschließende Bewirtung im Vorhof und dann in den Innenräumen der Burgwirtin findet wieder statt und lädt zum Ausklingen der Andacht und des Abends ein.

Tag der Menschenrechte

Der Autor und Herausgeber Andreas Speit ist seit vielen Jahren ein ausgewiesener Experte rund um das Thema „Rechtsextremismus“ und „Rechtspopulismus“. In seinem neusten Buch „Die Entkultivierung des Bürgertums“ befasst er sich mit der Frage ob die liberale Gesellschaft ihrem Ende entgegen geht. Am 10. Dezember wird er um 19.00 Uhr im alten Rathaus in Weißenburg zum Tag der Menschenrechte von seinem neusten Projekt erzählen.

Das sind keine Unbekannten und sie kommen nicht aus dem Nichts. Wir kennen sie, es sind Kollegen, Nachbarn und auch nahestehende Menschen. Bei einem können wir uns sicher sein, die sogenannte „Neue Rechte“ lebt in der Mitte der Gesellschaft und kommt aus der Mitte der Gesellschaft. Was gestern noch unter dem Begriff „Rechtsextremismus“ am Rand unserer Gesellschaft stand und undenkbar schien, ist heute zu großen Teilen in unserer Mitte angekommen, kann gesagt werden, erntet Zustimmung und verzeichnet Erfolge. Es vollzieht sich gerade eine „Entkultivierung des Bürgertums“, ein Teil der einstigen Mitte flieht ins Autoritäre.

Der Autor Andreas Speit fühlt einer Gesellschaft den Puls, in der sich politisch gewohnte Kategorien wie „Links“ und „Rechts“ immer mehr verwischen und undeutlicher werden. Er stellt unter anderem die Fragen: „Geht die liberale Gesellschaft ihrem Ende entgegen?“ und „Wenn das Unsagbare wieder sagbar geworden ist, ist das Ausdruck von Normalität oder die Wiederkehr von etwas, was wir glaubten, überwunden zu haben?“

Im Anschluss besteht, wie immer die Möglichkeit mit dem Autor ins Gespräch zu kommen.

Getragen und organisiert wird die Veranstaltung, vom „Runden Tisch zum Tag der Menschenrechte“, einem breiten Bündnis aus Kirche, Politik und Gesellschaft. Dem Bündnis gehören der Landrat und der Oberbürgermeister, die christlichen Kirchen, das Jugendzentrum, die Polizei, der Kreisjugendring, der Verein „So fremd?-So nah?“, das Evang. Jugendwerk im Dekanat Weißenburg, das „Landkreisbündnis gegen Rechts“ und der Deutsche Gewerkschaftsbund an.

Bildunterschrift: Am 10. Dezember referiert Andreas Speit zum Tag der Menschenrechte. Foto: Andreas Speit

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