Nördlingen/Weißenburg (red).  Um ein flächendeckend attraktives ÖPNV-Angebot zu garantieren und den Ersatz von Dieselloks voranzutreiben, ist eine nachhaltige Verkehrswende in Bayern unabdingbar. Dies wurde auf der Herbstklausur der FREIEN WÄHLER in Nördlingen offensichtlich. Die Verlagerung des Gütertransports auf die Schiene kann dazu entscheidend beitragen. Das Reaktivieren von Bahnstrecken und der Ausbau lange beschlossener Verbindungen sei der Hebel, an dem es anzusetzen gelte, wie der Landtagsabgeordnete der FREIEN WÄHLER Wolfgang Hauber erklärt. „Die Romantische Schiene Hesselbergbahn stellt in diesem Zusammenhang ein Paradebeispiel dar.“ Dies unterstreicht auch der Landtagsabgeordnete Prof. (Univ.Lima) Dr. Peter Bauer: „Die Wiederaufnahme des kompletten Ringschlusses aus Hesselbergbahn und Romantischer Schiene ist diesbezüglich ein richtiges und wichtiges Zeichen. So wollen wir Freie Wähler die Zukunft des Schienenverkehrs gestalten.“

Auf der Strecke Nördlingen bis Wilburgstetten (Südliche Romantische Schiene) findet wieder regelmäßig Güterverkehr statt. Im Abschnitt Dombühl bis Wilburgstetten (Nördliche Romantische Schiene) wird die notwendige Reisenden-Kilometer-Zahl für eine Reaktivierung laut Bayerischer Eisenbahngesellschaft (BEG) erreicht. Außerdem ist die Strecke in den Planungen zum Deutschland-Takt enthalten. Auch in den Abschnitten Gunzenhausen-Wassertrüdingen (Nördliche Hesselbergbahn) reicht die Nachfrage für eine Wiederaufnahme laut BEG aus. “Das volle Potenzial in der Region kann sich aber erst entfalten, wenn der vollständige Ringschluss Dombühl – Nördlingen – Gunzenhausen für den Schienenpersonennahverkehr genutzt wird”, führen Hauber und Dr. Bauer aus.

Im Haushalt des Freistaats Bayern wurden 2022 erstmals auf das Betreiben der FREIEN WÄHLER Mittel für Reaktivierungsprojekte von Bahnstrecken bereitgestellt. In Bayern ist noch immer die Hälfte des Schienennetzes nicht elektrifiziert. Die Verantwortung, eine betriebsbereite Infrastruktur bereitzustellen liegt klar beim Bund. “Daher benötigt es endlich ein verbindliches Umsetzungskonzept in Bezug auf alternative Antriebe”, unterstreicht Wolfgang Hauber. Um Nebenstrecken wie die Hesselbergbahn noch besser anbinden zu können, sollte die Kapazität auf den
Hauptstrecken durch die zeitnahe Ausrüstung mit dem Europäischen Zugbeeinflussungssystem (ETCS) erweitert werden.

Bildunterschrift: MdL Wolfgang Hauber (re.) und Dr. Peter Bauer (li.) fordern die Reaktivierung von Bahnstrecken für eine nachhaltige Mobilitätswende. Foto: Büro Wolfgang Hauber

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