Weißenburg (red).  Im Juli öffnete das Klinikum Altmühlfranken im Rahmen der KKB-Kampagne „Klinik (er-)leben“ seine Türen für Politiker und Netzwerkpartner. Gemeinsam mit anderen
Mitgliedskliniken der Klinik-Kompetenz- Bayern eG (KKB) präsentierte das Klinikum Altmühlfranken Landrat und Verwaltungsratsvorsitzendem Gerhard Wägemann, MdL Wolfgang Hauber, MdL Manuel Westphal, Mitgliedern des Stadtrates der Stadt Weißenburg und weiteren geladenen Gäste mit Vorträgen und einem Rundgang die Geburtshilfe.

Die Geburtshilfe am Klinikum Altmühlfranken wächst – nicht nur die Geburtenzahlen haben sich von 395 Geburten 2009 auf bis zu 639 Geburten gesteigert. Auch das Team der Beleghebammen hat Zuwachs bekommen. 10 Hebammen – 7 in Vollzeit, 3 in Teilzeit – kümmern sich nun um die (werdenden) Mütter am Klinikum Altmühlfranken. Unterstützt werden sie bei der Vor- und  Nachsorge rund um die Geburt von Externatsschülerinnen, die im Rahmen Ihrer Hebammenausbildung an den Berufsfachschulen in Ansbach, Erlangen oder Frankfurt mehrere Wochen in Weißenburg hospitieren. Mit Sicherheit jedoch tragen vor allem auch die drei Belegärzte Rudolf Löschel, Katja Anuschek und Dr. Dominik Theis mit ihrer Frauenarztpraxis am Klinikum Altmühlfranken zur positiven Entwicklung der Geburtshilfe am Klinikum Altmühlfranken bei.Doch nicht nur personell, sondern auch baulich wurden durch die Modernisierung der Geburtshilfestation 23 im Jahr 2013  hervorragende Rahmenbedingungen geschaffen und die exzellente medizinische und pflegerische Kompetenz mit den Annehmlichkeiten des Wohlfühlens verbunden. Gezielt wurden die Qualifikationen von Gesundheits- und Krankenpflegerinnen zusammen mit den Kompetenzen der Kinderkrankenpflegerinnen verschmolzen, sodass Mutter, Vater und Kind in einem interprofessionellen Team versorgt werden. Durch die Neugestaltung der Räumlichkeiten konnte das familienorientierte integrative Versorgungskonzept verwirklicht werden. Mutter und Kind werden gemeinsam von festen Bezugspersonen betreut.

Generell war es dem Klinikum Altmühlfranken wichtig, den gewachsenen Ansprüchen gerecht zu werden. So stehen seitdem mehrere Wahlleistungszimmer auf der geburtshilflichen Station zur
Verfügung. In den sogenannten Familienzimmer, in welchen Vater und Geschwisterkind(er) auf Wunsch den Aufenthalt der Mama begleiten können, wird das Zusammenwachsen der jungen Familie von Anfang an unterstützt. Als nötige Rückzugsmöglichkeit für stillende Mütter bietet die Station auch ein Stillzimmer. Moderne Räumlichkeiten zum Wohlfühlen, eine integrative
Wochenbettpflege, eine hohe fachliche Expertise, die gute personelle Ausstattung, die Nähe und enge Verzahnung sowie das jahrelange gemeinsame Arbeiten zwischen Hebammen,
Frauenärzten und Geburtshilfestation am Klinikum Altmühlfranken spiegelt sich auch in der guten entspannten Atmosphäre und einer hohen Flexibiliät wider. Deshalb ist das Klinikum Altmühlfranken nicht nur bei den angehenden Hebammen auf Grund der guten Stimmung und der vielen guten Erfahrungen, die man macht, beliebt. Auch die werdenden Mütter freuen sich über das gut gelaunte Hebammenteam „Man merkt, dass die Chemie zwischen den Hebammen und im Geburtshilfeteam stimmt und alle gerne zusammenarbeiten“.

Aufgeteilt in zwei Gruppen konnten die Teilnehmer sich bei einer Führung durch die Hebammenstube, die Frauenarztpraxis am Klinikum, den Kreißsaal und die Geburtsstation 23 selbst ein Bild
machen. Im Anschluss informierte Rudolf Löschel, Facharzt für Gynäkologie und Belegarzt am Klinikum Altmühlfranken über die Entwicklung der Geburtshilfe in den letzten zehn Jahren. Heidi
Pawlicki, Hebamme und Dozentin der Berufsfachschule für Hebammen und Entbindungspfleger Ansbach, vermittelte einen Überblick über die Ausbildung zur Hebamme und zum Entbindungshelfer und gab einen Ausblick auf Veränderungen in der Zukunft. In nahezu allen europäischen Ländern wurde in den letzten Jahren die Hebammenausbildung in ein Studium überführt. Mit der geänderten EU-Richtlinie ( 2013/55/EU) von 2013 soll die Ausbildung der Hebammen nun in Zukunft in allen Ländern innerhalb der EU auf der Niveaustufe 6 – dem Bachelorstudium – erfolgen. In einer Übergangsphase wurde deutschlandweit die Akademisierung des Berufs vorbereitet, ab Januar 2020 tritt die Verordnung in Kraft. Für die zukünftigen Hebammen heißt das, dass eine 12-jährige Schulbildung vorausgesetzt und die praktische und akademische Ausbildung zusammengeführt wird. Die Dauer der Ausbildung wird dann bei 3-8 Semestern liegen. Vorteile der höheren Qualifikation ist eine europaweite Gleichstellung im Beruf, eine stärkere Vertiefung von theoretischen Inhalten, eine Änderung der Aufgabenverteilung im Kreißsaal sowie die Möglichkeit des Erlangens eines Masters oder einer Professur.

Als spannender Höhepunkt der Veranstaltung diskutierten Landrat Gerhard Wägemann, Landtagsabgeordneter Manuel Westphal, Frauenarzt Rudolf Löschel und Hebamme Claudia Junge über die aktuelle Entwicklung der Geburtshilfe in Bayern. Moderiert wurde die Runde von Uwe Ritzer, Wirtschaftskorrespondent der Süddeutschen Zeitung. Nach der Diskussion klang die  Veranstaltung bei einem Imbiss und der Gelegenheit von persönlichen Gesprächen entspannt aus.

Bildunterschrift: Thema der Podiumsdiskussion unter Moderation von Uwe Ritzer (Süddeutsche Zeitung) mit Landrat Gerhard Wägemann, Hebamme Claudia Junge, MdL Manuel Westphal und Frauenarzt Rudolf Löschel (von linkts)  war die Geburtshilfe im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Foto: Klinikum Altmühlfranken

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