„Sakraler Ort- zunehmender Beliebtheit“

Weißenburg (red). Biegt man abseits der lauten Wege und Straßen ein in die Klostergasse, so kommt einem schon merklich Ruhe entgegen. Dann rechts um das Haus herum und es öffnet sich ein bemerkenswerter, gepflegter quadratischer Garten. Plätscherndes Wasser lenkt sofort den Blick und das Gehör in der Mitte. Dort ein fast zugewachsener  Pavillon und darin ein filigran gestalteter Brunnen. Große graugestrichene Eisentore öffnen  den Garten auf zwei Seiten, dazwischen viele leuchtend grüne Buchshecken, rankende gelbe und rote Rosen, viele kleine Bänke, die zum Verweilen einladen, eingerahmt von kleine Fachwerkhäusern.

Der Klostergarten, gelegen hinter dem Kulturzentrum der Karmeliterkirche in Weißenburg entwickelte sich zu einem Kleinod und einem Ort der Ruhe, ja zu einem sakralen Ort. Das Wetter hält, die Sonne scheint und der Himmel zeigt sich blau, als immer mehr Menschen in diesen Garten strömen und Platz nehmen auf den Bänken oder mitgebrachten Biertischbänken.

Es ist Pfingstmontag und traditionell Ökumenetag in Weissenburg. Die christlichen Konfessionen laden ein und so feiern an diesem Feiertag  evangelisch- lutherische, römisch-katholische, evangelisch-methodistische, neuapostolische Christen und Mitglieder der Landeskirchlichen Gemeinschaft Pfingsten. An diesem Montag geht es um Mose. Viele finden sich in seinen Erfahrungen wieder. Hochengagiert hat er von Gott verkündet und das Volk durch manche Herausforderung geführt. Doch nun ist ihm alles zu viel. Eigentlich will er sterben. Doch da kommt Gott mit seinem Geist ins Spiel. Er schickt ihm Unterstützung. Mose muss nur noch loslassen und teilen: Aufgaben, Verantwortung und auch Macht. Doch nur wo viele ihre Gaben einbringen dürfen und können wird Leben sein.

Foto: Annette Reuter

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