Gunzenhausen (red). Musikalische Vereine und Gruppen, Jugendgruppen und der Schützenverein Unterwurmbach standen dieses Jahr im Fokus eines Abends, zu dem die Stadt Gunzenhausen und die Vereinigten Sparkassen Gunzenhausen eingeladen hatten. Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Sparkassenvorstand Jürgen Pfeffer und Marktbereichsleiter Matthias Böck überreichten Spenden an insgesamt 35 Vereine und Gruppen.

Im Stadtgebiet Gunzenhausens gibt es insgesamt 220 Vereine. Auf Vorschlag von Bürgermeister Karl-Heinz Fitz wurden in diesem Jahr 35 Vereine und Organisationen mit Spenden bedacht. Diese kommen so gemeinnützigen Zwecken zu Gute. „Gunzenhausen hat eine gute Vereinsstruktur“, so Fitz. „Dafür gilt es den Ehrenamtlichen zu danken.“

Die Stadt Gunzenhausen gibt jährlich rund 2,5 Millionen Euro für freiwillige Leistungen aus. Diese kommen unter anderem Musikgruppen, Sportvereinen und Jugendgruppen zugute. Das stellt auch eine Wertschätzung für großartiges ehrenamtliches Engagement dar.

Wie Sparkassenvorstand Jürgen Pfeffer betonte, bietet Gunzenhausen viel Lebensqualität nicht nur aufgrund der schönen Umgebung. „Gunzenhausen ist so lebenswert, weil viele Ehrenamtliche das Leben in der Stadt bereichern. Es ist schön, festzustellen, dass Vereine Gemeinschaft leben und erlebbar machen,“ so Pfeffer. Der Gedanke der Bedeutung des persönlichen Kontakts müsse weiter getragen werden. Wichtig sei das Engagement der Vereine für die Stadt und die Region. Dafür galt den Ehrenamtlichen sein ausdrücklicher Dank.

Für die Kantorei der evangelischen Kirchengemeinde war Gertrud König gekommen. Sie nutzte die Gelegenheit, den Chor vorzustellen und gleichzeitig zur Aufführung des Mozart-Requiems am 21. November in der Stadtkirche einzuladen.

Der Männergesangverein Laubenzedel-Büchelberg war durch seinen Vorsitzenden Helmut Schwab vertreten. Er stellte seinen Gesangverein mit 26 aktiven Männern vor, ebenso wie Rainer Sichermann, der als Vorstand und Chorleiter für den Männergesangverein „Eintracht“ Schlungenhof anwesend war. Der Chor zeichnet sich durch die starke Einbindung der Jugend aus. „Die aktiven Mitglieder sind zwischen 18 und 89 Jahre alt und singen in einer tollen Gemeinschaft,“ so Sichermann.

Auch der Kirchenchor Wald wurde mit einer Spende bedacht, die von Chorobfrau Hermine Braun entgegen genommen wurde. Der mit 21 Sängerinnen und Sängern besetzte Chor singt neben Auftritten im Rahmen von Festgottesdiensten auch bei Geburtstagsfeiern und anderen Anlässen.

Auch der Männergesangverein Wald-Streudorf war der Einladung gerne gefolgt. Vorsitzender Walter Frey sprach die Nachwuchsprobleme an, die fast allen Männergesangvereinen Sorgen bereiten. Hier gilt es, neue Formen zu finden, um die Jugend wieder für den Chorgesang zu begeistern.

Die Walder Gmabüschsänger vertrat Gerhard Herrmann. Er beleuchtete die Highlights der 40-jährigen Geschichte der Sängergruppe und erinnerte noch einmal an das große Jubiläumskonzert in der Walder Kirche im Dezember letzten Jahres.

Maritta Gulden kam als Vertreterin der Walder Dorfmusik. Das Repertoire der siebenköpfigen Gruppe reicht von fränkischer Volksmusik bis hin zu böhmisch-mährischer Blasmusik, die sie bei Auftritten in der näheren und weiteren Umgebung zu Gehör bringen.

Die Bläsersondereinheit (BSE), vertreten durch Herbert Gutmann, „überdenkt sich immer wieder neu“, wie er selbst sagt und verändert seine Ausrichtung. Zur Anschaffung neuer Chorjacken ist die Spende den Bläsern sehr willkommen.

Thomas Thill kam für den Gospelchor der Evangelischen Kirchengemeinde Gunzenhausen. Hier singen 55 Sängerinnen und Sänger, die sich vornehmlich mit Gospels beschäftigen. Gospel Music ist im weitesten Sinne die Entwicklung der christlichen Musik auf dem nordamerikanischen Kontinent. Angefangen beim Evangeliumslied des 19. Jahrhunderts bis hin zur christlichen Popmusik, im engeren Sinne jedoch ebenfalls die Kirchenmusik afroamerikanischer Gemeinden.

Den Kinder- und Jugendchor „Jubilate“ der Katholischen Kirchengemeinde Gunzenhausen gibt es seit rund 20 Jahren, wie Daniel Betz berichtete. Die Kinder und Jugendlichen singen vornehmlich beschwingte Lieder mit Instrumentalbegleitung.

Der Kirchenchor der Katholischen Kirchengemeinde Gunzenhausen braucht dringend Männer, wie Chorleiter Christoph Janko berichtete.

Der Männergesangverein Pflaumfeld besteht seit 1949. Gerald Brenner beschrieb das Tätigkeitsfeld des Chores wie zum Beispiel die Begleitung von Gottesdienst, oder die Veranstaltung der „Singnacht“. Er sprach aber auch den Mitgliederschwund des Chores an.

Zur Kirchengemeinde Aha gehört der Liturgische Chor unter der Leitung von Irmela Schwab. Der Chor singt jeden Sonntag die Liturgie, umrahmt den Weltgebetstag, die Konfirmation und beteiligt sich jährlich an zwei abendlichen Serenaden. Der Liturgische Chor will die Spende zur Anschaffung von Chorschals verwenden.

Ebenso aus Aha ist Wolfgang Bach. Er ist der Chorobmann des Posaunenchores Aha. Der Chor wurde bereits 1922 gegründet und hat 30 aktive Bläser. Wie alle Posaunenchöre, spielt auch der aus Aha bei vielen Anlässen. Im September soll wieder eine Jungbläserausbildung beginnen. Der Posaunenchor Frickenfelden umfasst 40 aktive Bläser, die sich querbeet mit allen Musikrichtungen beschäftigen. Die Spende nahm Vorsitzender Wolfram Dirschinger entgegen. Chorobmann Pascal Müller aus Laubenzedel nahm für den dortigen Posaunenchor die Spende entgegen. Die Arbeit in Laubenzedel deckt sich mit der Arbeit der anderen Posaunenchöre. Auch dort wird Jungbläserausbildung betrieben. Chorobfrau Ulla Busch aus Oberasbach konnte berichten, dass der Posaunenchor Oberasbach aus 20 aktiven Bläsern besteht. Ansonsten begleitet der Chor auch viele Anlässe in Freud wie auch in Leid.

Für den Pflaumfelder Posaunenchor nahm Chorobmann Martin Neumeyer die Spende entgegen. 35 Aktive zählt der Posaunenchor. Neben der Bläsertätigkeit kümmern sich die Bläser um die jährliche Stadelweihnacht und organisieren im Wechsel mit den anderen Vereinen die Pflaumfelder Kirchweih. Die Geselligkeit darf bei den Pflaumfeldern nicht zu kurz kommen – das Geheimrezept für guten Zulauf?

Gerhard Ellinger aus Stetten kam für den Stettener Posaunenchor. Auch dort wird viel Wert auf ein geselliges Miteinander gelegt. Mit 20 Bläserinnen und Bläsern kann sich der Chor durchaus sehen und hören lassen.

Der Posaunenchor Unterasbach hatte Marco Grünsteidel entstandt, der Unterwurmbacher Posaunenchor war mit Christof Welker vertreten und für den Posaunenchor Wald war in Vertretung von Lisa Gößwein Stefan Gulden anwesend. Mit großer Freude nahmen sie die Spende entgegen.

Der Kulturverein Worma e.V. kümmert sich jedes Jahr um die Mega Powerparty auf dem Gelände der Trocknungsanlage in Unterwurmbach. Auch Ausflüge werden für die Mitglieder organisiert. Viel wird auch für das Gemeinwohl im Ortsteil Unterwurmbach getan, wie Vorsitzender Manuel Winter berichtete.

Der Kulturverein „Cronamer Dorfbühne e.V.“ besteht seit 1978. Mit der jährlichen Aufführung ihrer Theaterstücke sind sie über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Die große Akzeptanz im Ort zeigt sich alleine durch das Alter der Mitglieder, das sich von zwölf bis 65 Jahren erstreckt. Anika Abel freute sich über die Spende zum Wohle des Vereins und seiner Mitglieder.

Auch eine ganze Reihe Jugendgruppen wurden bedacht. Die Jugendgruppen – vor allem in den Ortsteilen – kümmern sich um niederschwellige Jugendarbeit vor Ort. Sie übernehmen eine wichtige soziale Funktion. Die Jugendlichen kümmern sich umeinander, übernehmen Verantwortung füreinander und sind wichtiges Standbein der Dorfgemeinschaft. Ob Maibaum aufstellen, Altkleidersammlungen, Sonnwendfeuer, Seniorennachmittage, Ausflüge, Adventskranzbinden, etc. All das wäre ohne die Arbeit der Jugendlichen nicht möglich. Deswegen wurden die Evangelische Landjugend Aha, der Jugendverein Ziegelhütte Cronheim e.V., die Freie Landjugend Laubenzedel-Büchelberg, die Evangelische Landjugend Pflaumfeld, die Evangelische Landjugend Stetten, die Evangelische Landjugend Wald, die Evangelische Landjugend Schlungenhof, die Evangelische Landjugend Unterwurmbach und die Dt. Pfadfinderschaft Sankt Georg Stamm Sankt Marien Gunzenhausen bedacht.

Der Schützenverein Unterwurmbach betreibt seit langen Jahren eiine tolle Jugendarbeit. Außerdem soll das Schützenhaus erweitert und der Schießstand umgebaut werden, damit die Zuschauer hinter einem Glasfenster den Schießbetrieb beobachten können.

Die Verantwortlichen der Vereine waren sehr dankbar über die zugedachten Spenden und die Möglichkeit des Austausches sowie der Anknüpfungspunkte untereinander.

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz betonte, dass er das Engagement der Vereine sehr wohl im Blick habe. Ihm sei es wichtig, gemeinsam mit den Vereinigten Sparkassen Gunzenhausen neben der finanziellen Zuwendung Anerkennung zum Ausdruck zu bringen. Dafür biete der gemeinsame Abend mit einem guten Abendessen und Vorstellung der Aktivitäten durch die Vereinsvertreter einen angemessenen und würdevollen Rahmen.

Bildunterschrift: Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Sparkassenvorstand Jürgen Pfeffer und Marktbereichsleiter Matthias Böck überreichten Spenden an die Vertreter der 35 Vereine und Gruppen. Foto: Ingeborg Herrmann

    Ähnliche Beiträge

    Verspätete Jahreshauptversammlung
    Trommel- und Cajonworkshops
    Die Consumenta steht in den Startlöchern!