Agrarsozialer Arbeitskreis (ASA) zeigt Schülerinnen und Schülern, wie Landwirtschaft in Franken tatsächlich ist.

Feuchtwangen (red).  Der ASA Kreisverband Feuchtwangen hat seit einigen Jahren eine Mission: Schülerinnen und Schülern zeigen, wie Landwirtschaft in Franken tatsächlich ist: Weder wie im Bilderbuch, wo der Bauer seine Schweine, Hühner, Kühe, Pferde auf seinem putzigen Hof dauerstreichelt. Noch eine seelenlose Agrarindustrie, wie Interessenverbände oder auch Medien die Landwirtschaft gerne porträtieren.

Deshalb lädt der Agrarsoziale Arbeitskreis der Evangelischen Landjugend (ASA) jedes Jahr Klassen der Feuchtwanger Realschule auf vier verschiedene Bauernhöfe in der Umgebung. „Wir wollen einen Wissenstransfer schaffen, von einer romantisierenden Bilderbuch-Landwirtschaft hin zu Realität“, erläutert Andreas Sindel vom ASA Feuchtwangen die Absicht hinter dem Projekt.

Der Besuch der Realschule auf den landwirtschaftlichen Betrieben passt gut in den Lehrplan der 6. Klasse. Die Schülerinnen und Schüler sollen nicht nur konsumieren, sondern den Besuch auch kreativ verarbeiten. Sie werden dazu in Gruppen aufgeteilt und sollen sich eigenständig in verschiedenen Bereichen Wissen erschließen. Ackerbau, Technik, Produktion und Absatz, Tierhaltung aber auch der Alltag auf dem Hof sind die breit gefächerten Themen. Von den vielfältigen Informationen, die sie auf dem Bauernhof gesammelt haben, sollen die Schülerinnen und Schüler eine Präsentation erstellen. Die begleitende Lehrerin, Rebecca Krinke, ist auch von dem Konzept sehr angetan. „Es ist toll, wenn der Lehrplan greifbar gemacht wird. Hier können die Kinder mit allen Sinnen lernen, was Landwirtschaft ausmacht“ meint die Pädagogin. Es sei auch wichtig, dass Kinder erfahren, wo Lebensmittel herkommen, wie viel und vielfältige Arbeit dahintersteckt. „Was man kennt, kann man dann auch Wertschätzen“. Es ist schon erstaunlich, wieviel Zeit sich die Landwirtsfamilie Sindel und Mitglieder des ASA für die Schule nehmen. Man merkt, dass es ihnen wichtig ist.

Die Schülerinnen und Schüler machen es den Landwirten aber auch leicht. Sie sind ganz begierig mehr zu erfahren, was auf dem Hof alles Interessantes anfällt. Sie stellen eine Frage nach der anderen. Auf die Frage, was sie besonders beeindruckt hat, meinten sie: „Man merkt, dass die Familie Sindel mit dem Herzen an ihren Tieren hängen. Die interessieren sich wirklich für ihre Tiere und sehen nicht nur Objekte darin“ Ich wusste gar nicht, was die alles machen müssen und dass die jeden Tag für die Tiere da sind“

Zum Abschluss durften die Schülerinnen und Schüler noch gemeinsam Butter herstellen und mit einer Jogurt Verkostung den Ausflug ausklingen lassen. In ein paar Wochen machen die Landwirte und der ASA einen Gegenbesuch in der Realschule Feuchtwangen. Dann zeigen die Schülerinnen und Schüler den Gästen und den Mitschülern die besten Präsentationen.

Bildunterschrift: Lernort Landwirtschaft: Schülerinnen und Schüler der Realschule Feuchtwangen besuchten auf Einladung des Agrarsozialen Arbeitskreises Bauernhöfe in der Region. Foto: Agrarsozialer Arbeitskreis der ELJ

Related Posts

EU-Truck macht heute Station in Weißenburg
Die Perspektive macht den Unterschied
Bundesbankdirektor Markus Schiller zu Gast an der FOSBOS Weißenburg