CSU besichtigte Forstbaumschulen Gracklauer Gunzenhausen

Gunzenhausen (red). Die Themen nachhaltige Entwicklung und regionale Wertschöpfung, welche der CSU besonders wichtig sind, werden in den Forstbaumschulen Gracklauer vereint. Deshalb hat sich eine große Gruppe interessierter CSUler der Betriebsbesichtigung angeschlossen. Unter den Teilnehmern waren neben Bürgermeister Karl-Heinz Fitz und Landrat Manuel Westphal auch die beiden Direktkandidaten der CSU, Helmut Schnotz für den Landtag und Hans Popp für den Bezirkstag.

Mit den Forstbaumschulen Gracklauer steht in Gunzenhausen eine der wenigen noch produzierenden Forstpflanzbetriebe in Franken. Auf über 40 ha in und um Gunzenhausen werden Pflanzen, Bäume und Saatgut für ganz Bayern produziert. Ihre Kunden kommen aus dem Privat-, Kommunal- und Staatswald. Von dem bemerkenswerten Anteil, der hier in Gunzenhausen für ganz Bayern produziert wird, waren alle Anwesenden beeindruckt. Das Unternehmen, was seit 1932 in Gunzenhausen Forstpflanzen anzieht, wurde 1999 von Ruth und Karl Gracklauer übernommen. Seit 2020 führt der gelernte Forstingenieur Tobias Gracklauer zusammen mit seiner Frau Franziska die Geschäfte in zweiter Generation. Sie stellten den interessierten CSUlern den Forstbetrieb vor.

Tobias Gracklauer sprach (völlig zurecht) stolz über ihren Betrieb, erwähnte aber auch viele Herausforderungen. So sei eine Herausforderung Mitarbeiter zu finden. Ganzjährig beschäftigt der Betrieb 15 Mitarbeiter, saisonal müssen allerdings zusätzlich 45 Mitarbeiter gefunden werden. Das stellt den Betrieb alljährlich vor Herausforderungen. Aber nicht nur das, auch die Veränderung der Böden verlangt eine Anpassung der Pflanzen. Während vor knapp 100 Jahren die perfekten Bodenverhältnisse der Grund für die Ansiedlung der Baumschulen war, werden die Böden zunehmend trockner und verlangen eine gezielte Auswahl der Baumarten.

Nachdem sich ein Bild von der neuen Versandhalle und dem Materiallager gemacht wurde, kamen die Besucher mit den beiden Geschäftsführern ins lockere und informative Gespräch. Auf die Frage, welche Bäume wohl in Zukunft am besten auf die sich verändernden Klimabedingungen angepasst sind, rät Herr Gracklauer, eine möglichst breite Aufstellung mit unterschiedlichen heimischen Baumarten zu pflanzen. Reine Monokultur sei hierfür viel zu risikoreich, wie die Erfahrung zeigt.

Die Familie Gracklauer sieht, trotz der Herausforderungen und schon einiger schwerer Entscheidungen, mit einem zuversichtlichen Blick in die Zukunft. Sie bedankten sich für das große Interesse.

Foto: CSU Gunzenhausen

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