Bergen (red). Die Landkreis-CSU traf sich in Bergen zu ihrer Sitzung. Besonders Bauchschmerzen bereitet den Christsozialen die drohende Reform der Krankenhäuserfinanzierung. Diese gefährde die hiesige Krankenhauslandschaft.

Eingeladen hatte die CSU-Kreisvorsitzende Dr. Dr. Kristina Becker. Nach der langen Nominierungsphase freue man sich jetzt besonders auf den Wahlkampf und die Sacharbeit. „Wir gehen geschlossen in die nächste Zeit“, so die Treuchtlinger Bürgermeisterin. Ein erste Veranstaltung im neuen Jahr, der Neujahrsempfang mit Ministerpräsident Söder, sei gut verlaufen. „Gemessen an Zeit und Ort ist der Besuch sehr gut gewesen; andere Parteien müssen sich durchaus mit weniger Besuchern zufriedengeben“, gab Kristina Becker zu bedenken.

Anschließend sprach der Kreisvorstand über die derzeitigen Baustellen in der (Landkreis-) Politik. „Die gesamtpolitische Lage ist schwierig und wirklich auf allen Ebenen eine Herausforderung “, befand Becker. Fachkräfte fehlten, Preise stiegen und Reformen kämen nur schleppend in Gang. Vorgaben von oben ließen sich – vielfach aus rechtlichen Gründen- an der Basis nicht umsetzen. Das sei ein Problem, so die Rathauschefin.

Eine Reform, das merkte der Direktkandidat Helmut Schnotz an, das seien sicher die Lauterbachschen Krankenhauspläne. „Es ist schon eine Reform, aber eine, die die Gesundheitsstruktur im ländlichen Raum weiter belastet“, so der Bürgermeister. Lauterbachs Reform spüle eben nicht mehr Geld in die ländlichen Krankenhäuser. Gleichzeitig werden viele Standorte in der neuen Kategorisierung herabgestuft. Das könnte zum Beispiel bedeuten, dass Gunzenhausen weniger Geld erhalte und medizinische Fachbereiche abgeben müsse. „Das schmerzt dann wieder in den ländlichen Regionen besonders stark“, so Schnotz.

Dem pflichtete auch CSU-Kreisgeschäftsführer Denis Glotz bei. „Ich komme aus Gunzenhausen und lebe hier“, so der 21-Jährige. Die Reformpläne Lauterbachs seien in diesem Punkt untragbar. „Meine Eltern, meine Familie und Freunde wohnen alle im ländlichen Raum. Eine gute medizinische Versorgung ist da Priorität Nummer 1.“, meint Glotz. Dass Lauterbach, der selbst aus dem Raum Leverkusen/Köln stammt, den ländlichen Raum nicht unterstütze, wundere Glotz nicht. „Der versteht sowieso nur Großstadt“. Artur Auernhammer und der Kandidat Helmut Schnotz seien aber die perfekten Vertreter, um zu verhindern, dass „Weißenburg-Gunzenhausen am Ende hinten runterfällt“, ist er sicher. Sie kämpften für gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land.

Bildunterschrift: /v.l.): Landrat Manuel Westphal, Michaela Schwegler, Kreisvorsitzende Dr. Dr. Kristina Becker, Kandidat Helmut Schnotz, Friedrich Kolb, Anita Dollinger und CSU-Kreisgeschäftsführer Denis Glotz. Foto: CSU-Kreisverbandes Weißenburg-Gunzenhausen

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