CSU gründet „Bahnhofsforum Weißenburg“

Weißenburg (red). Ausgangslage: Der Bahnhof in Weißenburg erweist sich in seinem derzeitigen Zustand als eine barrierefreie Einbahnstraße. Während Gleis 2 Richtung Nürnberg barrierefrei ist, kann der Bahnsteig von Gleis 3 Richtung Treuchtlingen ausschließlich über Treppenanlagen erreicht werden. Für Rollstuhlfahrer ist die selbständige Nutzung des Verkehrsmittels Bahn ausgeschlossen. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder einem Elternteil mit Kinderwagen ist die Erreichbarkeit des Bahnsteiges mindestens eine Herausforderung, wenn nicht sogar ebenso unmöglich.

Bereits im Jahr 2007 forderte der damalige Vorsitzende des VdK Weißenburg, Erich Medl, erstmalig in einem Schreiben an die Bahn eine Aufzuganlage. Seit nunmehr über 15 Jahren wird dies durch die Bahn mangels Priorität abgelehnt.

Deutschlandweit warten 370 vergleichbare Bahnhöfe auf eine Aufrüstung durch eine Aufzuganlage. Davon allein 70 in Freistaat Bayern. Der Blick auf die bereits ausgebuchten Förderprogramme der nächsten Jahre sowie der für uns wenig beeinflussbare Fakten- und Kriterienkatalog der Deutschen Bahn lassen befürchten, dass eine vollwertige Aufzugsanlage innerhalb der nächsten 10 Jahre nicht realisiert werden wird.

Aktuelle Entwicklung

Die CSU Weißenburg hat kürzlich ihren Lösungsvorschlag eines Reisendenübergangs über Gleis 4 öffentlich gemacht. Flankiert durch die Unterstützung des Landtagsabgeordneten Alfons Brandl und Stimmkreisabgeordneten Artur Auernhammer, MdB, (beide CSU) läuft die fachliche Recherche sowie der Schriftverkehr mit der Deutschen Bahn seit Monaten im Hintergrund. Bernhard Amend, der Ideengeber und Macher hinter dem Vorschlag, berichtet, dass ein solcher Übergang keineswegs etwas Ungewöhnliches für die Bahn ist. Vielmehr ist ein solcher Übergang hundertfach deutschlandweit gängige und anerkannte Praxis ein Bahngleis barrierefrei zu überqueren. Sicher ist dies kein Ersatz für eine Aufzuganlage, aber eine kostengünstige und schnell umsetzbare Zwischenlösung.

Die öffentliche Berichterstattung im Weißenburger Tagblatt hat nun neues Leben in die Diskussion und Bemühungen um die Barrierefreiheit gebracht. Neben Unterstützern, kreativen Ideen und konstruktiver Kritik erkannten wir auch Defizite, die dem eigentlich Anliegen nicht dienlich sind.

Gründung Bahnhofsforum Weißenburg

Um das gemeinsame Ziel zu erreichen und die vorhandenen Kräfte effektiv zu bündeln, hat der CSU-Stadtverband Weißenburg das „Bahnhofsforum Weißenburg“ ins Leben gerufen. Ziel des Bahnhofsforum Weißenburg ist es, rund um das Thema „Barrierefreier Bahnhof“ Vorschläge und Konzepte zu erarbeiten, eine Plattform für Diskussionen zur Verfügung zu stellen und ein Netzwerk mit Betroffenen und ihren Interessenvertretern, wie dem VDK, herzustellen.

Zielgruppen dieses Forums sind neben Parteien, Verantwortungsträgern der Politik besonders auch Interessenvertreter und Verbände die sich im Namen Ihrer Mitglieder für eine Barrierefreiheit am Bahnhof Weißenburg stark machen wollen. Als Unterstützer herzlich willkommen sind auch Einzelpersonen, die selbst betroffen sind oder durch Fachkenntnisse einen Beitrag leisten können.

Als Sprecher des Bahnhofsforums Weißenburg hat sich der stv. Vorsitzende des CSU Stadtverbandes, Tobias Kamm, zur Verfügung gestellt. Als sein Stellvertreter fungiert Bernhard Amend, der sich seit fast einem Jahr intensiv mit dem Thema „Barrierefreier Bahnhof Weißenburg“ befasst hat. Gründungsmitglieder sind außer den Genannten der Vorsitzende des CSU-Stadtverbandes Klaus Drotziger, stv. Vorsitzender Karl Roth sowie der Stimmkreisabgeordnete Artur Auernhammer MdB und Landtagsabgeordneter Alfons Brandl.

Foto: Brigitte Dorr

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