Die besondere KiTa in Gunzenhausen – Behindertenbeauftragte Julia Braun besuchte die Altmühl-Schätze

Gunzenhausen (red). Bunte Farben, ansteckendes Lachen, lautes Blätterrascheln – Kinder freuen sich auch über die kleinen und für Erwachsene manchmal unbedeutende Dinge des Lebens. Sie wollen Tolles erleben und mit Freunden spielen. Ob die Spielkameradinnen und Spielkameraden nun geistig oder körperlich gehandicapt sind, spielt für die Kleinen keine Rolle, Vorurteile stellen sich erst im Laufe des Lebens ein, sei es etwa durch gesellschaftliche Prägungen, tendenziöse Bezugspersonen oder ein schlechtes Fernsehprogramm. Integrative Kindertagesstätten sind eine wunderbare Möglichkeit, um solche „Barrieren im Kopf“ gar nicht erst aufzubauen. In Gunzenhausen findet sich mit der KiTa Altmühl-Schätze eine solche Einrichtung im Hollerfeld im Süden der Stadt. Die KiTa wird von der Lebenshilfe Altmühlfranken e.V. betrieben und bietet Platz für 85 Buben und Mädchen, darunter 17 mit Förderbedarf. Vor kurzem besuchte die ehrenamtliche Behindertenbeauftragte und Stadträtin Julia Braun die Bildungsstätte und ließ sich von Leitung Sandra Mann die Räumlichkeiten zeigen.

„Hier in der KiTa treffen nichtbehinderte auf behinderte Kinder, die Kleinen lernen im täglichen Umgang voneinander und entwickeln schon früh Verständnis füreinander“, betont Julia Braun. „Jedes Kind wird gleich behandelt, Berührungsängste entwickeln sich gar nicht erst. Auch die Frage, was normal oder nicht-normal ist, stellen sich diese Kinder nicht. Ich bin froh und dankbar, dass wir eine solche integrative Einrichtung in unserer Stadt Gunzenhausen haben. Besonders ist auch, dass jährlich eine feste Anzahl an Plätzen für diese Kinder zur Verfügung stehen und damit betroffenen Familien eine Möglichkeit zur Betreuung und Entlastung gegeben wird.“

Sechs Kindergartengruppen gibt es in der KiTa, die jeweils 15 bis 20 Buben und Mädchen werden von jeweils zwei Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern betreut. In den beiden Krippengruppen sind drei von zehn Plätzen für Kinder mit Förderbedarf vorgesehen, bei den Kindergruppen ist das Verhältnis fünf zu fünfzehn. Die Einrichtung feierte im April ihren zweiten Geburtstag und begeistert durch ein stimmungsvolles Konzept und die ansprechende Einrichtung. Kräftige Farben sorgen für Wohlgefühl, tiefe Fenster für viel Licht, dazu bleibt zwischen Mobiliar und Spielzeug ausreichend Platz für Bewegung, Spiel und Spaß. Im großen Garten stehen barrierefreie Spielgeräte aus Holz, es findet sich eine Rennbahn für Rutschautos und ein kleines Schaukelparadies. „Das Konzept der Altmühl Schätze passt sich an den Bedürfnissen der Kinder an, es war schön zu beobachten wie liebevoll die Mitarbeitenden die verschiedenen Kindern umgehen. Und das es hier schon einen kleinen Inklusiven Spielplatz gibt“ freut sich Julia Braun mit Blick auf den an der Altmühlpromenade geplanten Spielplatz. „Durch die Architektur haben die jeweiligen Gruppen Ihren eigenen Bereich und es fällt kaum auf wie viele Kinder im ganzen Haus betreut werden. Die Kinder können sich im eigenem Tempo und gemäß eigener Leistungsfähigkeit und körperlicher Voraussetzungen ohne Hürden entwickeln und beschäftigen.“

Der Bau der KiTa wurde durch die Stadt Gunzenhausen bezuschusst. Sandra Mann, die Einrichtungsleitung der integrativen KiTa Altmühl-Schätze ist unter Tel. 09831/8835311 zu erreichen. Wer sich über das Konzept der KiTa informieren möchte, der kann u.a. am 7. Juli 2023 zu einem Tag der offenen Tür vorbei schauen. Die ehrenamtliche Behindertenbeauftragte der Stadt Gunzenhausen, Julia Braun, ist unter julia.braun@gremien.gunzenhausen.de zu erreichen. Nähere Informationen zu ihrem Ehrenamt gibt es unter www.gunzenhausen.de/behindertenbeauftragte.html.

Bildunterschrift: (v.l.): Einrichtungsleitung Sandra Mann und Behindertenbeauftragte Julia Braun. Foto: Stadt Gunzenhausen

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