Die Freiheit wieder neu entdecken

Weißenburg (red). Die Weißenburger FDP hat den gesamten Vorstand neu gewählt. Erklärtes Ziel des neuen Teams ist es, dem Wort „liberal“ wieder die ursprüngliche und positive Bedeutung zu geben.

„Heute ist es sehr schwer mit liberalen Ideen zu punkten,“ sagte einer der Anwesenden. „Wir müssen wieder ein klares und unverwechselbares Profil erarbeiten – glaubhaft und dauerhaft“, betonte der neue Vorsitzenden Dr. Hermann Drummer. Immer wieder hörte man, dass die FDP eine reine Unternehmerpartei sei, da müsse man entgegensetzen, dass die FDP die Partei der Freiheit sei. Freiheit ist das Schmiermittel der Demokratie – und ohne Freiheit funktioniert Demokratie nicht. Die Liberalen wollen, dass der Einzelne Entscheidungen selbst und bewusst treffen, selbstbestimmt leben, eigenverantwortlich handeln, Verantwortung übernehmen kann und die Freiheit hat „lebenslang zu lernen“.

Der neue stellvertretende Vorsitzende Ron Sieber – eigentlich ein waschechter Berliner – Ist in Weißenburg „verliebt“. Sein bayrisches Abenteuer hat in Bad Reichenhall angefangen, wo er bei der Bundeswehr war. Er wäre schweren Herzen wieder nach Berlin wieder zurückgegangen, aber da lernte er seine fränkisch-kroatische Frau kennen. Schwabach oder Weißenburg war dann die Frage. Ron Sieber entschied sich sofort für Weißenburg – noch heute ist der Start-up Unternehmer höchst zufrieden mit seiner Entscheidung.

Erfreulich war es, dass zwei Schüler der Weg zur FDP gefunden haben und auch gleich in die Verantwortung gehen. Daniel Seuferling wurde als Schriftführer gewählt und Robin Dienst als Beisitzer. Beide wussten ganz genau, warum sie sich politisch engagieren wollen. „Es hat doch keinen Sinn, immer nur zu meckern, wir müssen etwas machen, etwas bewegen!“ Und bei der FDP fühlen sich die beiden inhaltlich, menschlich und atmosphärisch sehr gut aufgehoben. Politisch möchten sich die beiden auf verbesserte Angebote für die Jugend in der Region und auf schnellere Fortschritte bei der Digitalisierung konzentrieren. Sicher sind sie, dass „besonders Schulen uns dazu in die Lage versetzen müssen, mit dem zukünftigen Fortschritt mithalten zu können.

Marc Teufel – einer der neuen Beisitzer – ist ein IT Experte und arbeitet in Monheim. Auch der gebürtige Pleinfelder mag unsere Gegend, unsere vielfältige Landschaft über die Maßen. Seit einigen Jahren ist er ein begeisterter Wanderer und schätzt die vielen und vielfältigen Wanderwege, die in aller Regel auch sehr gut beschildert sind. Für unseren gesamten Landkreis hat er eine Idee, die Gunzenhausen und Weißenburg näher zusammenbringen soll. Er muss noch in die Feinabstimmung, aber – soviel verriet er schon – „es hat etwas mit meiner Leidenschaft, dem Wandern zu tun!“

Der dritte Beisitzer ist auch jung, aber schon ein alter Hase im Vorstand. Lukas Gerhardt macht gerade eine Ausbildung als Bankkaufmann und ist ein leidenschaftlicher und leidgeprüfter Clubfan. „Mit der FDP ist es doch am Ende auch so, wie für den Club: da ist viel Platz nach oben. Wir müssen ihn nur nutzen.“

Der neue Vorsitzende kündigte am Schluss an, dass sich alle sechs Mitglieder thematisch spezialisieren und so versuchen werden, auf Entwicklungen positiv einzuwirken oder neue Initiativen zu starten. Die große Herausforderung wird es in den kommenden zwei Jahren sein, den Begriff „liberal“ wieder positiv zu besetzen. Und: „Wir müssen mehr Frauen für die FDP begeistern!“

Bildunterschrift: Die Weißenburger FDP hat einen neuen Vorstand gewählt und will mit diesem das Wort „liberal“ wieder positiv besetzen. Foto: pixabay

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