Jahreshauptversammlung des SPD OV Weißenburg mit Neuwahlen des Vorstandes

Weißenburg (red). Zur Jahreshauptversammlung der Weißenburger SPD hatte die erste Vorsitzende Lissy Pecoraro in das Gasthaus Casino geladen und knapp 40 Ortsvereinsmitglieder folgten. Erfreulich war die hohe Beteiligung nicht nur, weil diese das Interesse an der Kommunalpolitik abbildete. Turnusmäßig standen nämlich auch Vorstandswahlen an und so war gewährleistet, dass der neuzusammengesetzte Vorstand auf einer breiten Basis fußte.

Doch zunächst eröffnete Lissy Pecoraro die Versammlung. Mit einem Blick auf die kürzlich erfolgten Angriffe auf Politiker stellte sie die Bedeutung der Demokratie und des heuer 75 Jahre bestehenden Grundgesetztes heraus und gab sich kämpferisch, diese Werte weiterhin verteidigen zu wollen. Erst darauf blickte sie auf das vergangene politische Jahr und auf die Aktionen des Ortsvereins zurück. Das Jubiläum 150 Jahre Weißenburger SPD stand dabei natürlich im Vordergrund. Damit war viel Arbeit verbunden, doch die schönen Momente beim Familientag auf dem Marktplatz und dem feierlichen Festakt waren es mehr als wert. In diesem Zusammenhang dankte die Vorsitzende allen Vorstandskollegen sowie
allen helfenden Mitgliedern, die das Jubiläum zum Erfolg machten und sie bei der Herausgabe der Festschrift kräftig unterstützten. Als gelungen wurde das traditionelle Römerbrunnenfest eingestuft, bei dem ebenfalls viele helfende Hände nötig waren und auch zur Verfügung standen. Zwei Mal ausverkauft meldete das Kino Weißenburg anlässlich des Weltfrauentages im Februar. Mit Unterstützung der Orts-SPD wurde ein thematisch passender Film gezeigt, der offensichtlich auf großes Interesse stieß. Auch die vor Kurzem erfolgten Besuche bei den Ortsteilversammlungen merkte Pecoraro positiv an, hatten sich hier doch einige junge Mitglieder angeschlossen, so dass die SPD immer zahlenmäßig am stärksten von allen Weißenburger Parteien vertreten war.

Den Grußworten des Oberbürgermeisters der Stadt Weißenburg Jürgen Schröppel, der Zahlen zum Haushalt und zu aktuellen Vorhaben der Stadt
berichtete, folgte eine Grußbotschaft des SPD-Kandidaten für das EU-Parlament, Matthias Dornhuber. Dieser konnte aus terminlichen Gründen nicht in Weißenburg sein, hatte jedoch eine Videobotschaft aufgezeichnet. In diesermahnte er an, den Rechtsruck in Europa zu verhindern und stellte klar, dass eine Wahl von CDU/CSU eine ungewisse Zukunft bringe. Schließlich hatte CDU-Politikerin Ursula von der Leyen eine  Zusammenarbeit mit der rechtem im EU-Parlament nicht ausgeschlossen. „Wer SPD wählt, der weiß, was er bekommt. Soziale Politik und ein gemeinschaftliches Europa!“, so seine Aussage. Bewegende Worte, die der stellvertretende Vorsitzende der Bayern SPD nach Weißenburg
schickte.

Es folgten die Berichte des Kassenprüfers Rainer Schröppel sowie der Kassenprüfer. Da eine ordnungsgemäße Kassenführung attestiert werden konnte, wurde daraufhin der Vorstand entlastet. Die Neuwahlen des Vorstandes leitete Uwe Döbler, der die verschiedenen Vorstandsposten einzeln mit Wahlzetteln ermitteln ließ. Lissy Pecoraro hatte sich im Vorfeld der Versammlung bereits erklärt, nochmals für zwei Jahre dem Ortsverein vorzustehen, so dass sie einstimmig wiedergewählt wurde. Als ihre Stellvertreter wurde Rüdiger Schmidt im Amt bestätigt, neu dabei
ist Eva Reichstadt als seine Amtskollegin. Rainer Schröppel wird in bewährter Weise auch in Zukunft die Kasse führen. Aus dem Vorstand schieden Martin Britz und Christian Kazor auf eigenen Wunsch. Ihre Nachfolger im Amt sind künftig Martin Wagner als Schriftführer und Simon Sulk mit dem Zuständigkeitsbereich der Öffentlichkeitsarbeit. Zudem wurden noch 15 Beisitzerinnen und Beisitzer gewählt. Eine beeindruckende Zahl, die zeigt, wie engagiert die SPD in Weißenburg bei der Sache ist. Die neue und alte Vorsitzende bedankte sich bei den scheidenden Vorstandskollegen und wünschte dem neu gebildeten Vorstandeine erfolgreiche Zusammenarbeit. Dank der großen Unterstützung ist es
möglich, Verantwortung auf viele Schultern zu verteilen und für die politische Arbeit in den nächsten Jahren, die auch die Kommunalwahl beinhalten werden, gut gerüstet zu sein.

Fraktionschef André Bengel gab im Anschluss einen Einblick in die Arbeit der Stadträtinnen und Stadträte. Große Aufgaben standen und stehen weiterhin an. Über Hallenbadentscheidung bis zu Sigwartareal, von Schulen und Kindergärten zum Bauhof und zur Karmeliterkirche sind wichtige Weichen zu stellen. Beialledem sei nicht nur der Haushalt der Stadt, sondern auch der Klimaschutz zu bedenken. Eine Verkehrsberuhigung müsse her, Flächen entsiegelt und Aufenthaltsqualität generiert werden. Wie man Bengel kennt, kamen diese Themen nicht ohne Seitenhieb auf CSU und Freie Wähler von seinen Lippen, denen die Autofahrer und deren Bequemlichkeit oftmals ein höheres Gut darstelle, als das Wohlergehen von Mensch und Natur, was sich ja auch bei der vergebenen Chance.Natur offenbarte. Grade das Treffen mit dem Jugendparlament Anfang der Woche habe gezeigt, wo die nächste Generation ihre Schwerpunkte setze – eben bei lebenswerten Innenstädten, Natur- und Klimaschutz. Mit einem Appell an alle, die Klimaziele nicht außer Acht zu lassen und sich selbst in die Pflicht zu nehmen endete er seine gewohnt mitreißende
und humorvoll-mahnende Ansprache. Nach zwei Stunden endete die Versammlung und die SPD Weißenburg kann mit einem neuen Vorstand,
motivierten Mitgliedern und ganz viel Tatendrang optimistisch in die Zukunft schauen.

Bildunterschrift: Der neue Vorstand: (v. l.) Rüdiger Schmidt, Martin Wagner, Lissy Pecoraro, Rainer Schröppel, Simon Sulk, Eva Reichstadt), des erweiterten Vorstandes mit den Beisitzern sowie der Vorsitzenden Lissy Pecoraro. Foto: SPD-WUG

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