Weißenburg (red). Deutschlandweit leiden über 1,1Mio Menschen an einer Demenz. Demenz gehört zu den häufigsten Erkrankungen im Alter. Dabei kommt es zum steten Abbau des Gedächtnis, einhergehend mit dem Verlust all´ die täglichen Lebensanforderungen nicht mehr ausführen zu können. Alzheimer Demenz ist dabei eine Form dieser Demenzen. Insbesondere fallen  der schleichende Verlust des Denkvermögens, des Merkens, Sprechens, Orientierens und eine nachlassende Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit auf. Der Arzt Alois Alzheimer hat diese Krankheit bereits Anfang des vergangenen Jahrhunderts beschrieben. Die Ursächlichkeit ist nicht bekannt. Ein Ansatz bei der Erklärung hierbei sind die sich im Laufe der Krankheit entwickelnden ß-Amyloproteine, der Verlust der Nervenzellen untereinander in Kontakt zu treten und im weiteren das Entstehen eines Tau-Proteins. Diese Erscheinungen zerstören das Gehirn.

Apotheker Alexander Kohler stellte im Rahmen einer Vortragsveranstaltung der Alzheimer Gesellschaft Weißenburg im Brandenburger Hof medikamentöse und nicht medikamentöse Therapielösungen zur Begleitung dieser Krankheit vor. Besonders ernüchternd war dabei die Erkenntnis, dass es bis heute keine Heilung von dieser Krankheit gibt. Die Grundlagenforschung ist mit den neuen bildgebenden diagnostischen Verfahren, den differenzierten Labormöglichkeiten und der zunehmenden Behandlungserfahrung einige Schritte bei den Diagnoseverfahren vorangekommen. Die medikamentösen Therapiemöglichkeiten treten jedoch auf der Stelle und bieten mit den drei zugelassenen Cholinesterasehemmern (Donepezil, Rivastigmin, Galantamin) und dem einen Glutamat-Antagonisten (Memantine) noch immer alle heute leitliniengerechten Möglichkeiten der Therapie ab. Eine gewisse Bedeutung kommt dem pflanzlichen Wirkstoff Gingko biloba zu. Viel hat man von monoklonalen Antikörpern versprochen, jedoch wurden die Hoffnungen in diese Substanzklasse bislang nicht erfüllt. Im Gespräch bleiben auch Extrakte aus Johanniskraut und Griechischem Bergtee (Sideritis-Arten). Ebenso werden homöopathische Arzneimittel aus dem naturheilkundlichen Sektor angesprochen.

Da der Demenz – Patient häufig noch andere Medikamente für andere Erkrankungen erhält, ist es unumgänglich sehr aufmerksam die Medikation und deren Änderungen im Blick zu behalten. Für Angehörige bedeutet dies immer den steten Kontakt mit dem behandelnden Arzt zu suchen und zu halten, sowie die Medikation dem jeweiligen Gesundheitszustand des Patienten anzupassen.

Die Alzheimer Gesellschaft Weißenburg ist für Hilfen, (Erst-)Beratung, Prävention und weitergehende Informationen ein guter Ansprechpartner.

Foto: Pixabay

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