Verstärkung der Hochspannungsleitung zwischen Weißenburg und Preith

(red). Die N-ERGIE Netz GmbH plant, ihre Hochspannungsleitung (110 Kilovolt) zwischen Weißenburg und Preith bis 2028 zu erneuern und zu verstärken – ein wichtiger Beitrag zur Energiewende in der Region.

Der geplante Ersatzneubau ist Folge des dynamischen Wachstums bei den Erneuerbaren. Bereits heute übersteigen die stetig wachsenden Mengen regenerativ erzeugter Energie in der Region zeitweise die Kapazitäten des Stromverteilnetzes. Um mehr erneuerbaren Strom aufnehmen zu können, ist ein deutlicher Ausbau des Netzes notwendig.

140 neue Strommasten auf einer Strecke von 28 Kilometern
Die Leitung verläuft über 28 Kilometer vom Weißenburger Ortsteil Hattenhof in südöstlicher Richtung bis zum Umspannwerk Preith (nördlich von Eichstätt). Die N-ERGIE Netz GmbH erhöht die Übertragungsleistung der Leitung deutlich: Während derzeit lediglich ein Leitungssystem aufgelegt ist, ermöglichen künftig zwei Leitungssysteme die Übertragung der sechsfachen Strommenge. Um das zusätzliche Gewicht der Leiterseile tragen zu können, müssen auch die 140 Strommasten erneuert werden. Künftig kommen Freileitungsmasten zum Einsatz, die zwei bis drei Meter höher und damit lediglich leicht höher sind als die bestehenden Masten.

Planfeststellungsverfahren 2024 geplant
Bevor die N-ERGIE Netz GmbH 2024 die beiden notwendigen Planfeststellungsverfahren bei den Regierungen von Mittelfranken und Oberbayern einleitet, sucht sie das Gespräch mit allen Kommunen und Grundstückseigentümern, die durch die Trassenführung betroffen sind.

Im eigentlichen Planfeststellungsverfahren werden dann die Pläne öffentlich ausgelegt. Bevor die Behörden die Pläne genehmigen, besteht für alle Bürger*innen nochmals die Möglichkeit, sich zu informieren und Stellungnahmen zum Bauprojekt einzureichen. Der Bau könnte abhängig von der Verfahrensdauer nach derzeitigem Planungsstand frühestens 2026 beginnen.

Herausforderung für das Stromverteilnetz
Ein leistungsfähiges Stromnetz ist die Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende. Ganz besonders kommt es auf das regionale Verteilnetz an, das alle Leitungen bis zu einer Spannung von 110 Kilovolt umfasst. So gut wie alle Erneuerbare speisen hier ein. Im Netzgebiet des Verteilnetzbetreibers N-ERGIE Netz GmbH sind das aktuell bereits rund 70.000 Anlagen.

Der dynamische Zubau von weiteren Photovoltaik-Anlagen, insbesondere großer und leistungsstarker Solarkraftwerke, stellt die N-ERGIE Netz GmbH in den kommenden Jahren vor eine sehr große Herausforderung. Da zeitweise – gerade in den Mittagsstunden – ein Mehrfaches des in der Region benötigten Stroms erzeugt wird, müssen die Kapazitäten im Netz für den Abtransport stark erhöht werden. Ebenso wird der Umstieg auf Wärmepumpen und Elektroautos die Anforderungen an das Stromnetz deutlich erhöhen. Allein bis 2030 wird die N-ERGIE Netz GmbH deshalb rund eine Milliarde Euro in ihr Stromnetz investieren. Die Verstärkung der Hochspannungsleitung zwischen Weißenburg und Preith schlägt dabei mit rund 25 Millionen Euro zu Buche.

Stromnetz umfasst 28.000 Kilometer
Das Stromnetz der N-ERGIE Netz GmbH umfasst Hoch-, Mittel- und Niederspannungsleitungen und ist rund 28.000 Kilometer lang. Es erstreckt sich vom Würzburger Umland im Norden bis Eichstätt im Süden, sowie von Weikersheim im Westen bis nach Sulzbach-Rosenberg im Osten.

Foto: Pixabay

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