„Der aufrechte Mensch“ – Geistliche üben sich im Augustinerkloster in Erfurt

(red). „Der aufrechte Mensch“: Geistliche aus dem Evang.-Luth. Dekanat Weißenburg üben sich im Augustinerkloster in Erfurt auf den Spuren des Schöpfers. Sie lernen spielerische minimalistische Übungen für eine gelöste Körperhaltung und einen natürlichen Gang

Claudius Nestvogel aus Köln, ein erfahrener Körpertherapeut war neugierig geworden sich mit Geistlichen so auf die Spuren des Schöpfers zu machen. Körper und Psyche hängen oft zusammen. Chronische Körperhaltungen geben oft seelische Grundhaltungen wieder. Umgekehrt können körperliche Veränderungen die Psyche deutlich beeinflussen. Unsere Sprache drückt dies ja aus: „Geknickt sein“, “halsstarrig sein“, „verbissen sein“, „ein Rückgrat haben“. Wohltuende Veränderungen erreicht man nicht mit einer „Hau-Ruck-Methode“, sondern sanft und leise in vielen kleinen Schritten.

Sichtlich entspannt, froh gelaunt, schwungvoller, gelöster, entspannter, menschlicher und charismatischer mit mehr Selbstvertrauen kehrten die Geistlichen nach den 2 Tagen zu Ihren Arbeitsplätzen und in Ihre Welt der Pfarreien zurück.

Das Augustinerkloster, in dem einst Martin Luther als junger Mönch gelebt hatte war der richtige Ort für diese Körperarbeit. Dieses ist ein einmaliges Zeugnis lutherischer Tradition, protestantischen Glaubens und gegenwärtigen kirchlichen Lebens. In seiner Vollständigkeit und Geschlossenheit mit Kirche, drei umbauten Höfen, Konvents- und Wirtschaftsgebäuden ist das Kloster ein selten gewordenes Beispiel mittelalterlicher Ordensbaukunst (Baubeginn 1276).

Foto: Evang.-Luth. Dekanat Weißenburg

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