Ökumenisches Pilgern am Samstag, 27.April 2024 von Suffersheim nach Schernfeld

(red). Mit dem Lied von Paul Gerhardt „Geh aus mein Herz, und suche Freud“ im Ohr, machten sich 24 Pilgerwanderer bei strahlendem Frühlingswetter von Suffersheim nach Schernfeld auf den Weg. Sie folgten einer Einladung des Evangelischen Bildungswerks Jura-Altmühltal Hahnenkamm e.V. um den Ökumenischen Pilgerweg, in vier Etappen von Heidenheim nach Eichstätt zu bewältigen.

An diesem Samstag ging es ca. 15 km auf der Etappe St.Gunthildis von Suffersheim nach Schernfeld. Beginnend in der ev. St.Michaelskirche in Suffersheim, in der bis ins 17.Jahrhundert die angelsächsische Nonne Gunthildis ihre Grablege hatte, wurde den Teilnehmern vom Weißenburger Pilgerbegleiter Heinz Ottinger der historische Weg näher erläutert und auch die Grüße der erkrankten geistlichen Leiterin, Dekanin Gottwald Weber überbracht. Nach einer kurzen Meditation machte sich die Pilgergruppe auf den Weg vom Laubental über das liebliche Rudertstal, deren Namen schon im 9. Jahrhundert in Schenkungsurkunden der Könige genannt worden sind. Der Weg führte dann weiter durch den Grafenwald der Pappenheimer zum nächsten historischen Ort, Sezzi locum, den Treffpunkt der angelsächsischen Glaubensboten Willibald, Wunibald und Sola, der ebenfalls in einer Schenkungsurkunde, diesmal von König Arnulf von Kärnten, genannt ist.

Seit 2016 steht am Grenzpunkt von Oberbayern und Mittelfranken, einst vom Eichstätter Fürstbischof und dem Pappenheimer Grafen ein Denkmal. Neben 3 Juraquadern, die symbolisch für die Glaubensboten stehen, zeigt das Denkmal noch ein Metallkreuz, das fest im Boden verankert ist. Zeichen dafür, dass die genannten Missionare den christlichen Glauben durch Schaffung von Strukturen in unserer Heimat festigen konnten. Nach so viel Historie war dann eine
Mittagspause fällig. Gestärkt ging es dann entlang des Schernfelder Forstes und an duftenden Rapsfeldern vorbei dem Ziel Schernfeld entgegen.

Bei einer gemütlichen Vesper im Gasthaus ließ man den Pilgergang dann ausklingen. Die nächste Etappe ist St. Willibald, dem ersten Eichstätter Bischof (741-787) gewidmet und wird im Oktober von Schernfeld dann in die Bischofsstadt führen. Dort angekommen werden, so versprochen, die Pilger vom Domkapitular Reinhard Kürzinger im wiedereröffneten Dom empfangen werden.

Bildunterschrift: Ökumenische Pilgerwanderung;  Foto: Heinz Ottinger

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