(red). Unter dem Motto „Der Welt entrückt“ finden mit insgesamt dreizehn Konzertaufführungen vom 18. -30. Juli 2023 unter der Leitung des Intendanten Josef Kröner die diesjährigen Herrenchiemsee Festspiele statt. Als Schirmherr fungieren Seine Königliche Hoheit Herzog Franz von Bayern und Maestro Kent Nagano.

Eine traumhafter See- und Alpenkulisse sowie mit den Inselbauten einer der wichtigsten kulturhistorischen Standorte Deutschlands und ein wie gewohnt mit höchstem künstlerischem Anspruch zusammengestelltes Konzertprogramm geben den Festspielen auf dem Chiemsee das unverwechselbare Profil und ihre Alleinstellung als Klassikfestival-Juwel im jährlichen europäischen Festivalkalender.

Nach der erzwungenen Pandemie-Pause 2020 und 2021 konnten die Festspiele im letzten Jahr endlich wieder stattfinden. Mit ausgesprochen positiver Resonanz seitens des Publikums und Presse sowie einer Auslastung von über 95 Prozent gehörte der letzte Sommer zu den erfolgreichsten in der über 20-jährigen Geschichte der Festspiele.

Renommierte Künstlerinnen und Künstler

Auch in dieser Saison kann Intendant Josef Kröner zahlreiche international renommierte Künstlerinnen, Künstler und Ensembles auf den Inseln im Chiemsee willkommen heißen.

Schirmherr Kent Nagano wird mit insgesamt vier Konzerten mit drei unterschiedlichen Ensembles umfassend ins diesjährige Programm eingebunden sein.  Außer der heimischen KlangVerwaltung werden dieses Jahr neben weiteren Klangkörpern das Kammerorchester Basel, Concerto Köln, das Kammerorchester München und die Hofkapelle München zu Gast sein. Rebekka Hartmann an der Violine, der Pianist Tobias Koch am Hammerflügel oder die junge Sopranistin Nikola Hillenbrand seien als konzertierende Solisten stellvertretend genannt

Festspiele Eröffnung im Münster Frauenchiemsee

Traditionell finden die ersten beiden Konzerte des Festivalprogramms im Münster Frauenchiemsee statt. Erst danach beherbergt der prunkvolle Spiegelsaal im Königlichen Schloss Herrenchiemsee alle weiteren Aufführungen.  Wie im allerersten Jahr setzt Johann Sebastian Bach auch diesmal den ersten Ton. So werden am 18. Juli die Gabrieli Singers und das Orchester der KlangVerwaltung mit ausgewählten, thematisch mit dem Erzengel Michael befassten Bachkantaten das Eröffnungskonzert spielen.

Ebenfalls im Münster Frauenchiemsee bringt am Tag danach das Vokalensemble LauschWerk und die Violinistin Rebekka Hartmann unter der Leitung von Kent Nagano „Mysterien der Renaissance“ zu Gehör. Die Aufführung umfasst einige der neu transkribierten Meisterwerke, die im Chigi-Kodex enthalten sind. Im Mittelpunkt steht dabei der Komponist Johannes Ockeghem, der mit seinen Werken für den königlichen Hof von Frankreich die Entwicklung von der Hoch-Renaissance zum Barock maßgeblich vorangetrieben hat.

Weltgetöse

Dramaturgisch fußt das Festspielprogramm in seinem Motto auf den von König Ludwig II. inspirierten Begriff „Weltgetöse“ und lädt den Besucher auf eine musikalische Entdeckungsreise durch die diversen Epochen der Musik und der europäischen Geschichte ein.

Die Bandbreite der entdeckerischen Möglichkeiten ist hierbei weit gesetzt. Der Weg wandelt entlang eines Virtuosen in Italien und Böhmen betitelten Konzertabends am 20. Juli über die, Vivaldis Werke aufgreifende Aufführung La Tempesta Di Mare (23. Juli) hin zu Händels Die Elemente (24. Juli) bis zum   Konzert Europas Wege, das Werke von Telemann und Mozart (29. Juli).

Joseph Haydn

Ein zweiter Schwerpunkt des Programms 2023 ist dem Werk Joseph Haydns gewidmet, der nicht nur als bedeutender Vertreter der Wiener Klassik gilt. Wohl kein anderer Komponist vor oder nach ihm hat die abendländische Musik tiefgreifender verändert, besonders auch durch sein Wirken als europäischer Kosmopolit.

Mit dem Konzert für Violoncello und Orchester Nr.1 (Sturm und Drang-Konzertabend am 21. Juli) der Abschiedssymphonie (25. Juli), der Schöpfung (28.Juli) und als Abschlusskonzert der Festspiele einer Sinfonia Concertante (Sinfonie Nr. 105 in B-Dur) am 30. Juli wird dem weiten Schaffensspektrum Haydns großzügig Raum gegeben.

Der Welt entrückt – die Festspiele als atmosphärisches Gesamtpaket

Ein Besuch der Herrenchiemsee Festspiele stellt wohl für jeden Zuschauer ein herausragendes atmosphärisches Gesamtereignis dar. Dieses beginnt bereits mit der, die Ruhe und Entfernung vom Alltag direkt erlebbar machenden Schiffstraverse über den Chiemsee.

Die Aussicht auf die traumhafte Landschaft auf und um den See, sowie der demütig machende Blick auf die Alpenkulisse stimmt darüber hinaus ein auf das geballte Schöne, was der Gast dann wenig später im Konzert im Münster oder im Spiegelsaal erwartet.

Die Veranstalter haben alles getan, damit der Gast sofort ab Ankunft sowohl eine reibungslose Seepassage hat und dann auf der Insel weiteren Komfort genießen kann.

Der Service beginnt beim freien Parken in Prien, der kostenlosen Überfahrt auf die jeweilige Konzertinsel, den Shuttlemöglichkeiten für gehbehinderte und mobil eingeschränkte Personen, den kostenlosen Einführungsvorträgem oder den vergünstigten Schlossführungen, die der Besucher auf Wunsch dazubuchen kann.

Der Gast mit Eintrittskarte zum Konzert soll sich wohlfühlen und sich ohne große Ablenkung auf den bevorstehenden Konzertgenuss einstellen können.

Informationen zum Programm, Service, Hintergrund unter: www.herrenchiemsee-festpiele.de   www.muenchenmusik.de

Foto: München Musik

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