Gunzenhausen (red).  Zu einem erlebnisreichen Kennenlernnachmittag waren am vergangenen Mittwoch alle Kinder und Eltern des kommenden Schuljahres 2019/2020 der (noch) Mädchenrealschule Hensoltshöhe eingeladen.

Mit einer Schulhausrallye hatten die neuen Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, die Räumlichkeiten, Gebäude, wichtige Informationen zum Schulalltag und auch die Lehrerinnen und Lehrer kennenzulernen. Tutorinnen aus den höheren Klassen führten die Newcomer in Gruppen an, stellten Quizfragen, standen für Fragen zur Verfügung und sorgten für Spaß und Spannung beim Auskundschaften der Räumlichkeiten und Ausprobieren der Sport- und Spielangebote in der Turnhalle inklusive fetziger Musik. Ein leckeres MuffinBüffet, Getränke sowie belegte Brötchen rundeten den interessanten Nachmittag nicht nur für die teilnehmenden Kinder ab, denn auch die Eltern waren in der Zwischenzeit nicht zu kurz gekommen.

Während die Kinder auf dem Schulgelände unterwegs waren, informierte Schulleiterin Frau Anita Blasig die Elternschaft über alle wichtigen Neuerungen, die sich ab dem kommenden Schuljahr für die Schulgemeinschaft ergeben, denn 26 von 65 der im Mai 2019 angemeldeten Schüler/innen sind Jungen. Alle Schüler/innen, die für den Bildungsweg der Realschule geeignet sind, konnten für das kommende Schuljahr aufgenommen werden, gegen Ende des Schuljahres werden zudem voraussichtlich noch weitere Schüler und Schülerinnen aus anderen Schularten dazustoßen.
Neben allgemeinen Informationen und wichtigen Hinweisen stand die häufig gestellte Frage, wie der Schulalltag mit Schülerinnen und Schülern praktisch umgesetzt wird, im Zentrum des Vortrags: Mit dem Schuljahr 2019/2020 wird es an der Realschule Hensoltshöhe drei gemischte Klassen in der 5. Jahrgangsstufe geben. Da der Sportunterricht den Vorgaben des Kultusministeriums entsprechend monoedukativ (d. h. geschlechtergetrennt) stattfinden muss, wird eine „Sportgruppe Jungen“ in der 5. Klasse gebildet, die unabhängig von den Schülerinnen unterrichtet wird. Damit der Unterricht in der einzigen zur Verfügung stehenden Turnhalle vormittags stattfinden kann, wird voraussichtlich auch in anderen Fächern wie z. B. Kunst oder Musik, geteilt. Aufgrund einer gemeinsamen Raumnutzung mit der benachbarten Fachakademie für Sozialpädagogik wird für Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen außerdem erstmalig das Unterrichtsfach Werken angeboten.

Um sich auf die neuen Herausforderungen des Schulalltags einzustellen und vorzubereiten, hatte sich die Lehrerkonferenz auf ihrer Klausurtagung bereits im März u. a. mit dem Thema „geschlechtersensible Pädagogik“ beschäftigt. Ziel war die Sensibilisierung für geschlechtsspezifische Bedürfnisse, Eigenschaften und Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen. Ob und wie sich die Unterschiede in der Praxis zeigen, konnten die Lehrkräfte dann im Mai beim Probeunterricht und beim Schulfest beobachten.

„Ich freue mich auf das neue Schuljahr und bin neugierig auf den ‚frischen Wind‘ im Schulalltag!“, so Blasig in ihrem Vortrag. Bei aller Unterschiedlichkeit der Geschlechter würden Mädchen wie auch Jungen an einer Schule einfach nur eine „gute Zeit“ haben wollen – darin seien sich alle wissenschaftlichen Untersuchungen einig. „Als Lehrerkollegium wollen wir das unseren Schülerinnen und Schülern gerne ermöglichen und ihnen vor allem als christliche Schule Werte vermitteln, die das Leben gelingen lassen.“, so Blasig weiter.

Bei Schulhausführungen in Kleingruppen und lockeren Gesprächen an Stehtischen nutzten Eltern an dem rundum gelungenen Nachmittag die Möglichkeit, persönlich Fragen zu stellen und mit den Lehrern und Lehrerinnen „auf Tuchfühlung“ zu gehen.

Bildunterschrift:  Die Lehrerschaft stellt sich vor. Foto: Stiftung Hensoltshöhe

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