GUNZENHAUSEN/WEISSENBURG (RED). In Altmühlfranken gibt es zwei Recyclinghöfe und 21 Wertstoffhöfe in den Gemeinden, die über das Referat Abfallwirtschaft im Landratsamt betreut werden. Nachdem hier eine wichtige Arbeit für die Menschen in der Region geleistet wird, nahm sich der Landtagsabgeordnete Manuel Westphal in einer sitzungsfreien Woche Zeit, um gemeinsam mit Michael Hufnagel, Leiter der Abfallwirtschaft, die Recyclinghöfe zu besichtigen und mehr über die kommunale Abfall- und Kreislaufwirtschaft zu erfahren.

Zwölf Mitarbeiter betreuen in Weißenburg den Recyclinghof mit Gebrauchtwarenmarkt. „Nach dem Motto ‚Der Eine brauchts nicht mehr, ein andrer freut sich sehr‘ können nicht mehr benötigte aber noch funktionsfähige Haushaltsgegenstände und -geräte abgegeben werden, die wir in den beiden Märkten in Weißenburg und Gunzenhausen noch verkaufen können. Der Gebrauchtwarenmarkt wird an beiden Standorten im Landkreis sehr gut angenommen und hat sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt“, stellte Michael Hufnagel während des Rundgangs am Hof in Weißenburg fest.

Die Haupttätigkeit der beiden Recyclinghöfe besteht aber in der Entsorgung und Verwertung von Wertstoffen und Abfällen. Fast alles kann kostenlos abgegeben werden, lediglich bei Altholz aus dem Außenbereich, Bauschutt, Baustellenmischabfälle, Bau- und Abbruchholz und Dämmstoffen fällt eine Gebühr an. „Die Recycling- und Wertstoffhöfe in unserer Region werden sehr gut angenommen. Die umgeschlagene Menge ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. In Weißenburg werden rund 42.700m³ umgeschlagen, in Gunzenhausen 33.500m³. Tendenz ist seit Jahren steigend“, erklärte Hufnagel.

Der Hof in Weißenburg konnte in den vergangenen Jahren erweitert und die Anfahrt und Abgabe der Stoffe optimiert werden. „In Gunzenhausen haben wir die Möglichkeiten des aktuellen Standortes voll ausgeschöpft. Eine Erweiterung könnte nur auf einem neuen Gelände erfolgen. Wir sind hier in den Planungen“, beschreibt Hufnagel.

In Gunzenhausen arbeiten acht Mitarbeiter am Recyclinghof und betreuen zudem – wie auch in Weißenburg – die umliegenden Wertstoffhöfe. Die Mitarbeiter kommen alle vor allem aus Handwerksberufen oder sind Fachkräfte für Abfall- und Kreislaufwirtschaft. Aushilfen sind vor allem an den Samstagen eingesetzt, da hier gemeinsam mit der Betreuung der Wertstoffhöfe der meiste Andrang herrscht. Auf den Recyclinghöfen ist es auch möglich ein Freiwilliges Ökologisches Jahr abzuleisten. Derzeit gibt es zwei „FÖJler“ in Weißenburg und Gunzenhausen.

„Als Mitglied im Kreisausschuss für Umwelt bin ich sowieso sehr an der Kreislauf- und Abfallwirtschaft in unserem Landkreis interessiert. Aber auch im Landtag werden wir immer wieder mit derartigen Themen konfrontiert, so dass es hilfreich ist, auch Stimmen aus der Praxis gehört zu haben“, erklärt Westphal und führt weiter aus: „Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass an den Recycling- und Wertstoffhöfen in unserer Region eine sehr wichtige Arbeit geleistet wird und man immer gut und freundlich von qualifizierten Mitarbeitern beraten wird. Dieser Eindruck hat sich bei meiner Besichtigung heute noch verstärkt. Mit dem richtigen Recyclen von Abfall leisten wir alle einen großen Beitrag für den Ressourcen- und Umweltschutz.“

Bildunterschrift: In Gunzenhausen nahm auch Bürgermeister Karl-Heinz Fitz (links) am Rundgang über das Gelände teil und ließ sich gemeinsam mit Manuel Westphal, MdL (Mitte) von Michael Hufnagel (rechts) die Abfallwirtschaft im Landkreis erklären. Foto: Büro Westphal

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