Müffelalarm! Kombi aus trockenem Wetter und Sanierungsarbeiten kann zu strengen Gerüchen führen

Gunzenhausen (red). Sommer, das ist nicht immer nur Hitze, Badesee und Speiseeis, sondern manchmal auch Trockenheit, Ernteausfälle und strenger Geruch. Letzterer kriecht aus der Kanalisation und kann irritieren. Dabei lässt sich der Gestank gut erklären, denn Gründe hierfür sind Essensreste und Fäkalien, die nicht mehr ausreichend und vollständig zur Kläranlage gespült werden. Die Rückstände stinken nunmal und wenn der Wind ungünstig weht oder sich der Luftdruck ändert, dann können das unter Umständen auch Gunzenhäuser Bürgerinnen und Bürger merken, die sich nicht in Steinwurfnähe zur Kläranlage aufhalten.

„Der strenge Geruch lässt sich in den Sommermonaten leider nicht vollständig vermeiden“, erklärt Thomas Hinterleitner aus dem städtischen Bauamt. „Längere Trockenphasen stören den Wasserdurchfluss vom Verbraucher zur Kläranlage. Da kann es vorkommen, dass Rückstände an Ort und Stelle verfaulen. Außerdem verbrauchen wir immer weniger Wasser. Gerade moderne WC-Anlagen spülen nur kurz, das Wasser fehlt dann, um die Reste zur Kläranlage zu befördern. Momentan kann es aber auch noch aus einem anderen Grund müffeln. So haben wir in unserer Kläranlage mit der Sanierung des Faulturms begonnen. Dieser ist momentan von innen eingerüstet und daher kann dort aktuell kein Klärschlamm gelagert werden. Das führt natürlich dazu, dass wir den Schlamm bis zur Trocknung zwischenlagern müssen, konkret in außen liegenden Behältern auf dem Kläranlagengelände.“

Täglich fallen in der Stadt Gunzenhausen rund 30 bis 50 m³ an organischem Material an. Der Faulturmbehälter der Kläranlage hat ein Fassungsvermögen von 2000 m³, welches durch die Sanierungsarbeiten im Moment nicht zur Verfügung steht und erst Ende Oktober, Anfang November 2023 wieder vollumfänglich genutzt werden kann. „Das Gerüst steht und nun kann der Faulturm von innen auf Schäden geprüft werden“, so Thomas Hinterleitner. „Eine positive Nachricht haben wir bereits erhalten. So sind die Rohre in einem besseren Zustand, als ursprünglich vermutet. Die nächsten Wochen werden zeigen, in welcher Verfassung die Wände sind.“

Trotz Sanierungsarbeiten funktioniert die Kläranlage und die Abwasserreinigung ist nicht in Gefahr. „Wegen des manchmal strengen Geruchs bitten wir die Bevölkerung um Verständnis“, ergänzt Thomas Hinterleitner.

Foto: Stadt Gunzenhausen

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