Arbeitslosenzahl verringert sich weiter – Stabilisierung des Arbeitsmarktes trotz neuer Herausforderungen

(red). Die Zahl der Arbeitslosen ist im März im Vormonatsvergleich erneut um 458 Personen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein noch deutlicheres Minus von 1.484 Personen und damit um 18 Prozent. Insgesamt sind 6.766 Arbeitslose bei der Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg gemeldet. Die Arbeitslosenquote liegt bei 2,6 Prozent und sinkt damit im Vormonatsvergleich erneut leicht (Vormonat: 2,8 Prozent). Der Vergleich zum Vorjahr (3,2 Prozent) zeigt eine immer noch deutlich geringere Quote. „Der Arbeitsmarkt befindet sich trotz der jüngsten Ereignisse weiterhin auf Erholungskurs“, findet Claudia Wolfinger, die Vorsitzende der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg. „Die ersten Folgen der Ukraine-Krise zeigen sich zunächst mit Lieferengpässen, Exportausfällen und Energiepreissteigerungen von denen etliche Betriebe nun betroffen sind“, erklärt sie. Momentan kann dies noch durch Kurzarbeit ausgeglichen werden und auch die coronabedingte Lage verbessert sich weiter. Wolfinger schließt: „Daher bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen sich in den nächsten Wochen auf dem Arbeitsmarkt zeigen.“

Arbeitslosenzahl im März 2022: 6.766
Arbeitslosenzahl im Vorjahr: 8.250
Arbeitslosenquote im März 2022: 2,6 %
Arbeitslosenquote im Vorjahr: 3,2 %

Stellenzugang leicht rückläufig
Die Arbeitgeber meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcentern im Laufe des März 1.232 neue Stellen, das sind 142 weniger als im Vormonat und 70 mehr als im Vorjahr. Damit sind aktuell 6.246 unbesetzte Arbeitsstellen im Bestand, 17 weniger als im Februar und 1.410 mehr als im Vorjahr. Trotz dieses leichten Rückgangs in den Stellenzugängen ist der Bestand immer noch sehr hoch und „deutet auf Besetzungsprobleme mangels geeigneter Bewerber vor allem auch im Bereich der Fachkräfte hin“, betont die Agenturchefin.

Der größte Anteil an freien Stellen kommt mit 1.213 aus dem verarbeitenden Gewerbe. Danach folgt die Arbeitnehmerüberlassung mit 1.140 freien Arbeitsplätzen. Das Gesundheits- und Sozialwesen hat aktuell 763 Stellen zu vergeben. Im Baugewerbe sind 690 und im Handel 688 Arbeitsstellen offen. Das größte Plus gegenüber dem Vorjahresmonat gibt es wieder im verarbeitenden Gewerbe mit rund 77 Prozent mehr freien Arbeitsplätzen.

Überblick Ausbildungsmarkt – Rückgang bei Bewerberanzahl, leichter Anstieg bei Zahl unbesetzter Stellen

Im aktuellen Berichtsjahr, welches von Oktober 2021 bis September 2022 geht, sind zum Stand März 2022 3.633 Ausbildungsstellen gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Zunahme um 10,2 Prozent. Davon sind 2.411 und damit mehr als 66 Prozent zum Stichtag im März unbesetzt. Im Jahr zuvor waren es mit rund 63 Prozent an unbesetzten Arbeitsstellen etwas weniger. Dem gegenüber stehen im März 2.230 bei der Berufsberatung gemeldete Bewerber*innen. Hier verzeichnet sich im Vorjahresvergleich ein Rückgang um 2,3 Prozent. 1.230 Bewerber und damit rund 55 Prozent sind unversorgt, also noch ohne Ausbildungsplatz.

Im verarbeitenden Gewerbe sind 1.176 Ausbildungsstellen gemeldet, davon 804 unbesetzt. Dem stehen 355 Bewerber*innen gegenüber, die noch eine Ausbildungsstelle benötigen. Im Handel und Verkauf gibt es 566 Ausbildungsstellen, von denen 425 noch offen sind. 124 Bewerber*innen stehen hier bereit. Im Baugewerbe sind für die 447 Stellen insgesamt 108 Bewerber*innen gemeldet, die noch unversorgt sind. 301 Ausbildungsstellen sind bisher unbesetzt. Lediglich im kaufmännisch-verwaltenden Sektor und im Gesundheits- und Sozialbereich ist mit 499 bzw. 225 Ausbildungsplätzen und 193 bzw. 158 Bewerber*innen, die noch keine Ausbildungsstelle haben, ein ausgeglichenes Stellen-Bewerber*innenverhältnis vorhanden.

Arbeitsmarktentwicklung in den Rechtskreisen SGB III und SGB II
Von den insgesamt 6.766 Arbeitslosen werden mit 4.079 60,3 Prozent von der Agentur für Arbeit betreut. Im Vergleich zum Vormonat sind das 483 Personen bzw. 10,6 Prozent weniger. Im Vorjahresvergleich liegt ein Minus von 1.303 Personen bzw. 24,2 Prozent vor.

Bei den Jobcentern beziehen 2.687 Arbeitslose Leistungen nach dem SGB II, 25 bzw. 0,9 Prozent mehr als im Vormonat. Zum Vorjahr errechnet sich eine Minderung um 181 Meldungen bzw. 6,3 Prozent.

Stadt und Landkreise

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Weißenburg – Gunzenhausen
Die Arbeitslosenquote im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen liegt bei 3,2 Prozent (Vormonat 3,5, Vorjahr 3,8). Die Zahl der Arbeitslosen sinkt im Vergleich zum Vormonat um 152 auf 1.701, im Vorjahresvergleich nimmt sie um 333 ab.

Im SGB-III-Bereich liegt die Arbeitslosigkeit bei 976, das sind 363 Arbeitslose bzw. 27,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Bereich SGB II liegt sie bei 725, was einem Plus von 30 Personen bzw. 4,3 Prozent zum Vorjahr entspricht. Im Vormonatsvergleich sinkt die Arbeitslosigkeit im SGB III um 154 Meldungen, im SGB II um zwei.

Die Arbeitgeber im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen melden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter im März 225 neue Stellen. Das sind 19 weniger als vor einem Monat und 35 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt sind 1.202 freie Stellen im Bestand (Vormonat: 1.136; Vorjahr: 776)

Der Arbeitsmarkt in der Stadt Ansbach
Die Arbeitslosenquote in der Stadt Ansbach liegt aktuell bei 3,8 Prozent (Vormonat 4,0 und Vorjahresmonat 4,5). Die Zahl der Arbeitslosen sinkt im Vergleich zum Vormonat um 53 auf 903, im Vorjahresvergleich nimmt sie um 175 ab.

Im SGB-III-Bereich liegt die Arbeitslosigkeit bei 446, das sind 86 Arbeitslose bzw. 16,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Bereich SGB II liegt sie bei 457, was einem Minus von 89 Personen bzw. 16,3 Prozent zum Vorjahr entspricht. Im Vormonatsvergleich sinkt die Arbeitslosigkeit im SGB III um 49, im SGB II um vier Personen.

Die Arbeitgeber meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter im März 191 neue Stellen, das sind 24 weniger als vor einem Monat und 14 weniger als im Vorjahresmonat. Insgesamt sind im Stadtgebiet Ansbach 702 freie Stellen im Bestand (Vormonat: 703; Vorjahr: 724).

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Ansbach
Die Arbeitslosenquote im Landkreis Ansbach liegt aktuell bei 2,4 Prozent (Vormonat 2,5 und Vorjahr 2,9). Die Zahl der Arbeitslosen sinkt im Vergleich zum Vormonat um 150 auf 2.592, im Vorjahresvergleich nimmt sie auch um 512 ab.

Im SGB-III-Bereich liegt die Arbeitslosigkeit bei 1.608, das sind 478 Arbeitslose bzw. 22,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Bereich SGB II liegt sie bei 984, was einem Minus von 34 Personen bzw. 3,3 Prozent zum Vorjahr entspricht. Im Vormonatsvergleich sinkt die Arbeitslosigkeit im SGB III um 181, im SGB II steigt sie um 31 Personen.

Die Arbeitgeber des Landkreises Ansbach melden dem Arbeitgeber-Service im Februar mit 476 neue Stellen 10 mehr als noch vor einem Monat und 61 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt sind 2.495 freie Stellen im Bestand (Vormonat: 2.620; Vorjahr: 2.029).

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Roth
Die Arbeitslosenquote im Landkreis Roth liegt bei 2,1 Prozent (Vormonat: 2,3, Vorjahr: 2,8). Die Zahl der Arbeitslosen reduziert sich im Vergleich zum Vormonat um 103 auf 1.570, im Vorjahresvergleich um 464.

Im SGB-III-Bereich liegt die Arbeitslosigkeit bei 1.049, was einem Abbau um 376 Meldungen bzw. 26,4 Prozent zum Vorjahr entspricht. Im Bereich SGB II liegt sie bei 521 und damit um 88 bzw. 14,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Vormonatsvergleich sinkt die Arbeitslosigkeit im SGB III um 99, im SGB II um vier Personen.

Die Arbeitgeber des Landkreises Roth melden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter im März 340 neue Stellen, das sind 109 weniger als vor einem Monat und 12 weniger als vor einem Jahr. Insgesamt sind 1.847 freie Stellen im Bestand (Vormonat: 1.804; Vorjahr: 1.307).

Foto: Pixabay

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