CSU und Freie Wähler besichtigen neuen Gasslabauer-Parkplatz in Weißenburg

Weißenburg (red). Die Fraktionen der Freien Wähler und der CSU haben am vergangenen Dienstag den neu angelegten Parkplatz auf dem Gasslabauer-Areal im Rahmen eines fraktions-übergreifenden Termins besucht um seine Besonderheiten im Vergleich zu den früher üblichen „zugeteerten“ Flächen persönlich in Augenschein nehmen.

Da offensichtlich keine „Einweihung“ oder „öffentliche Übergabe“ durch die Stadt geplant ist, wollten die beiden Fraktionen zumindest im Rahmen dieses Termins den Abschluss der Baumaßnahme würdigen.

Vorab sei gesagt: Selbstverständlich war der gereichte Sekt alkoholfrei. Schließlich gibt es in Weißenburg eine Satzung, nach der das Trinken von Alkohol auf öffentlichen Plätzen verboten ist.

Der Fraktionsvorsitzende der CSU, Klaus Drotziger, hob hervor, dass Weißenburg damit einen zeitgemäßen und zukunftsträchtigen Parkplatz erhalten habe, der in dieser Art auch in vielen Städten so gebaut würde. Der Parkplatz sei so gepflastert, dass das Regenwasser versickern und dadurch ins Grundwasser gelangen könne. Das tue dem Grundwasserbestand gut und belaste die Kläranlage nicht unnütz.

Auch wenn die Pflanzungen nach Auffassung von Drotziger noch ein wenig wachsen müssten, tue das Grün dem Mikroklima langfristig gut und verhindere eine Aufheizung der Fläche. Der Parkplatz läge zudem zentrumsnahe, sei behindertengerecht und böte auch Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge.

Heinz Gruber wies für die Freien Wähler darauf hin, dass von Süden, Westen und Norden Parkplätze am Altstadtring vorhanden seien, nur von Osten her sei dies bisher nicht der Fall gewesen. Und dies, obwohl von Osten viele Besucher aus den Ortsteilen Rothenstein, Niederhofen, Kehl, Oberhochstatt und von Orten auf dem Jura in die Stadt kämen.

Gruber beklagte, dass immer die gleichen falschen Vorwürfe erhoben würden, nämlich das Parkplätze Verkehr anziehen. So wurde auch der aktuelle Vorschlag der Freien Wähler eine Tiefgarage beim Sigwart-Gelände einzuplanen mit dem Argument, das würde Verkehr anziehen, angegriffen. Nach Meinung der Freien Wähler geht es jedoch genau ums Gegenteil: Vorhandenen Verkehr abzufangen, bevor er in die Altstadt flutet.

Nach Gruber haben die Besucher Weißenburgs vom Gasslabauer-Parkplatz aus kurze Wege zu den Altstadtgeschäften, die es zu erhalten gälte. Damit seien solche Parkmöglichkeiten Voraussetzung für eine lebendige Altstadt. Würde alles gesperrt, kämen keine Besucher mehr. Gruber zitierte eine Weißenburger Geschäftsfrau, die gesagt habe, dass man „von den Weißenburger Kunden allein nicht überleben könne“.

Wie zum Beweis für die Aussage dieser Geschäftsfrau kamen in diesem Moment Besucher aus Heidenheim auf den Parkplatz. Auf die Frage warum sie denn genau hier parken, erhielten die anwesenden Stadträte die Antwort: „Wir gehen jetzt zum Unverpackt-Laden einkaufen“. Ein deutlicher Fingerzeig dafür, dass das Konzept von CSU und FW stimmt.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CSU, Tobias Kamm, verwies darauf, dass am Progymnasium fast 30 Parkplätze wegfallen werden, weil beschlossen wurde, dort einen Kinderhort einzurichten. Darüber hinaus würden am Plerrer, am Zettlmeisl-Grundstück und auf dem Sigwart-Areal während der in den nächsten Jahren anstehenden langen Umbauphasen sehr, sehr viele Parkplätze nicht genutzt werden können und nach der Umbauphase würden weniger Parkplätze als bislang vorhanden sein. Aus diesem Grund bräuchten die Geschäfte und die Kunden in der Altstadt diesen Parkplatz.

Drotziger betonte, dass zu guter Letzt entscheidend sei, wie die Bürgerinnen und Bürger den Parkplatz annehmen würden. Und hier ergäbe eine Auswertung von zustimmenden oder ablehnenden Votings in den Social Media, dass deutlich mehr als 80 Prozent der Bevölkerung den Parkplatz begrüßen würden.

Bildunterschrift: (v. l.): Die Stadträte Heinz Gruber (FW), Manuela Mühlöder (FW), Karl-Heinz Degen (CSU), Alexander Kohler (FW), Tobias Kamm (CSU), Artur Auernhammer (CSU) Klaus Drotziger (CSU). Foto: CSU und FW Weißenburg

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