Eine gute Nachricht: Neue Kinderärztin für Gunzenhausen

Gunzenhausen wächst und entwickelt sich prächtig. Mit steigenden Einwohnerzahlen steigt aber auch der Bedarf an medizinischer Grundversorgung. Seit Jahren gibt es in Gunzenhausen den Wunsch vieler Eltern und den Bedarf nach weiteren Kinderärzten. Die hier ansässigen Mediziner, Johannes Gilles und Dr. Markus Frey, bemühen sich daher seit langem, eine Kollegin oder einen Kollegen in die Altmühlstadt zu bringen. Auch Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz unterstützte dieses Bemühen seither intensiv.

„Nun ist uns ein kleiner Coup gelungen, der insbesondere Eltern jüngerer Kinder freut“, erklärt Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. So ist seit kurzem mit Dr. Katrin Seybold eine weitere Kinderärztin zum Team Gilles/Frey gestoßen. Die Anstellung war allerdings an die Voraussetzung geknüpft, größere Praxisräume zu finden. Auf Vermittlung des Bürgermeisters konnten diese in den ehemaligen Kanzleiräumen der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Meyerhuber in der Rotkreuzstraße 12 angemietet werden.

Ein Flächenzuwachs von mehr als 100 m², dazu helle, freundliche Räume, große Wartebereiche und nahezu eine Verdopplung an Behandlungs-, Untersuchungs- und Versorgungszimmer waren für die Weiterentwicklung der Praxisgemeinschaft Johannes Gilles und Dr. Markus Frey ein wichtiger Schritt nach vorne.
Zuletzt war die Praxis in der Bühringer Straße in einem städtischen Gebäude untergebracht. Dort hatten die beiden Kinderärzte häufig am Limit gearbeitet. Sie betreuten eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an Patienten. Dennoch stiegen die Patientenzahlen stetig.
Ein Problem, das viele Ärzte, vor allem in ländlichen Regionen, sehr gut kennen. Es gibt einfach zu wenige Mediziner für zu viele Patienten. Das schreckt potentielle Bewerber ab.

Doch nicht nur das macht Ärzten heute zu schaffen. So berichten Gilles und Frey von stärkeren Belastungen im Vergleich zu früher, beispielsweise wegen Digitalisierungsprozessen oder weil der bürokratische Aufwand immer größer wird. Am Ende bleibt weniger Zeit für den einzelnen Patienten, das Arbeitspensum ist im gleichen Zug allerdings gestiegen. Wobei: In Sachen Digitalisierung ist die Praxis schon sehr gut und auch modern aufgestellt. So gibt es zum Beispiel eine attraktive Praxis-App, mit der Informationen über anstehende Untersuchungen oder auch Urlaube an die Eltern der kleinen Patienten kommuniziert werden.

Seit kurzem ist nun Dr. Katrin Seybold Teil des Praxisteam. Die Medizinerin kommt aus dem Nürnberger Raum und war schon länger mit Johannes Gilles in Kontakt. Die beiden Fachleute kannten sich bereits aus der fränkischen Kinderklinik. Mit der räumlichen Vergrößerung war es nun Zeit, nach Gunzenhausen zu kommen und hier als Ärztin zu praktizieren.

„Darüber freuen wir uns sehr und wünschen einen erfolgreichen Start und alles Gute“, so Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Einen kleinen Wehmutstropfen für uns als Verwaltung hat der Umzug der Praxisgemeinschaft dennoch. So haben wir einen zuverlässigen Mieter verloren und müssen uns nun um eine Neunutzung bemühen. Allerdings war mir als Erster Bürgermeister die Versorgungssicherheit und vor allem die Weiterentwicklung der kinderärztlichen Versorgung in Gunzenhausen wichtiger. Daher habe ich den Kontakt zwischen den Ärzten und dem neuen Vermieter hergestellt. Zum Wohle der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger bin ich froh, dass es mit der Vermittlung dringend benötigter größerer Räume und der Gewinnung von Kinderärztin Dr. Seybold geklappt hat. Damit konnte auch gezeigt werden, dass es sich lohnt, sich gegen den Ärztemangel im ländlichen Raum zu engagieren“.

Bildunterschrift: (v. l. n. r.): Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Kinderarzt Johannes Gilles, Kinderärztin Dr. Katrin Seybold und Kinderarzt Dr. Markus Frey. Foto: Stadt Gunzenhausen/ Manuel Grosser

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