Entwässerung Niedermoorkomplex bei Treuchtlingen – LBV fordert Umdenken

Pressestatement des LBV-Kreisvorsitzenden Sebastian Amler zur Gerichtsverhandlung in der Sache Niedermoor Treuchtlingen

LBV-Vorsitzender Weißenburg-Gunzenhausen Sebastian Amler: „Die Verhandlung am Amtsgericht Weißenburg bezüglich unserer Anzeige im Fall der
Baggerarbeiten am Niedermoorkomplex bei Treuchtlingen hat gezeigt: Die Grabenarbeiten und deren Ausmaß waren weder rechtmäßig noch zeitgemäß.

Dies ergaben sowohl die Ausführungen der geladenen Zeugen ebenso wie das Statement des Staatsanwaltes. Nur durch das schnelle Handeln der Behörden und die anschließende aktive Mithilfe der Stadt Treuchtlingen und des Baggerarbeiters konnte Schlimmeres verhindert werden. Weder die Stadt noch die beiden Angeklagten haben in böser Absicht gehandelt. Die Verhandlung und deren Ergebnis zeigt aber auch eines deutlich auf: Ein „das haben wir schon immer so gemacht“ kann es in der heutigen Zeit inmitten der Klimakrise und dem Verlust der biologischen Vielfalt nicht mehr geben. So paradox es klingen mag: Wir müssen unser Verhalten ändern um das zu erhalten, was uns wichtig ist. Der Verlust der biologischen Vielfalt bedroht nicht nur heimische Arten wie Kiebitz, Berghexe und Co., sondern unser gemeinsames Zusammen- und Überleben insgesamt.

Dieser Fall sollte auch allen anderen Kommunen als Beispiel dienen. Wir müssen gemeinsam dafür Sorge tragen, dass unser Landkreis auch weiterhin einer der vielfältigsten und schönsten Landkreise Bayerns bleibt.“

Über den LBV: 1909 gegründet ist der LBV der älteste Naturschutzverband in Bayern und zählt aktuell über 115.000 Unterstützerinnen und Unterstützer. Der LBV setzt sich durch fachlich fundierte Natur- und Artenschutzprojekte sowie Umweltbildungsmaßnahmen für den Erhalt einer vielfältigen Natur und Vogelwelt im Freistaat ein. Mehr Infos über den LBV im Landkreis: wug.lbv.de.

Foto: Pixabay

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