Fair-Trade-Rosen für starke Frauen

Gunzenhausen (red). Für andere da sein und uneigennützig etwas Gutes tun! Seit zwei Jahrzehnten unterstützt die Gunzenhäuser Speis in der Hensoltstraße in Not geratene Bürgerinnen und Bürger. Das Gemeinschaftsprojekt von Diakonischem Werk, Caritas und der Stadt Gunzenhausen wird federführend von Lydia Mägerlein betreut, die mit einem Team aus gut 40 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund 300 Personen mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs versorgt. Am 8. März, also pünktlich zum Weltfrauentag, wurden den engagierten Frauen der Speis auf Initiative der Fair-Trade-Steuerungsgruppe der Stadt Gunzenhausen als kleine Anerkennung für das große Engagement faire Rosen überreicht. Die Fair-Trade-Botschafterkindern der Grundschule Süd hatten die vom Stadtmarketing Gunzenhausen e.V. gesponserten Blumen beim heimischen Unternehmen Blumenparadies Distler abgeholt und zur Speis gebracht.

„Mit dieser kleinen Geste wollen wir den starken Frauen in der Speis unsere Wertschätzung ausdrücken“, betont Ingrid Scala, Stadträtin der Grünen und Sprecherin der Fair-Trade-Steuerungsgruppe. „Die Frauen kümmern sich mit viel Herzblut um die Schwächsten in unserer Gesellschaft. Ohne diese Menschen wäre unser Leben ärmer und es gilt auch mal Danke zu sagen.“ Die Gunzenhäuser Speis ist auf Spenden und die Mitarbeit von Ehrenamtlichen angewiesen. Betreut werden Menschen mit wenig Geld. Diese können für den symbolischen Beitrag von 1 Euro pro Einkauf im Speis-Laden in der Hensoltstraße 37 das Allernötigste erwerben.

„Unsere Mitarbeiterinnen sind spitze und arbeiten unermüdlich. Wir freuen uns sehr über die Anerkennung in Form der Rosen“, so Lydia Mägerlein. „Es ist schön, wenn unser Engagement auch außerhalb der Speis wahrgenommen wird. Diese Wertschätzung gibt uns Zuversicht und motiviert uns. Aktuell fehlt es uns leider ein wenig an Nachwuchs. 40 Ehrenamtliche hört sich zwar nach viel an, allerdings ist der Bedarf größer. Wir würden uns sehr über weitere freiwillige Helfer freuen, die mit dem Auto bereitgestellte Waren von den Geschäften abholen könnten.“

Alle Mitarbeiterinnen und anwesenden Kundinnen bekamen von den anwesenden Schülern der Grundschule Süd rote Rosen überreicht. Die Grundschule Süd wurde erst vor kurzem als erste Fair-Trade-Grundschule im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zertifiziert. Dazu haben die Kinder der Ethik-Gruppe einen großen Beitrag geleistet. Rektorin Ingrid Pappler war zurecht stolz: „Wir wollen die Welt jeden Tag ein kleines bisschen besser machen. Rosen kommen meist aus Afrika, wo die Felder in der Regel von Frauen bearbeitet werden. Diese haben meist schlechtere Arbeits- und Lebensbedingungen als Männer. Heute verschenken wir faire Rosen von Frauen für Frauen.“

Wer die Gunzenhäuser Speis unterstützen möchte, kann sich gerne bei Lydia Mägerlein unter Tel. 09831 50260 melden oder einfach Dienstagvormittag oder Freitagnachmittag im kleinen Speis-Laden in der Hensoltstraße 37 vorbeischauen.

Foto: Stadt Gunzenhausen

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