Weißenburg (red). Schon vor geraumer Zeit ist im Schulforum der FOSBOS Weißenburg die Entscheidung gefallen, dass man die Schüler auf das an Hochschulen und Universitäten übliche „byod“ vorbereiten will. Eine entsprechende Genehmigung des Kultusministeriums liegt längst vor. Nun kann es losgehen: Seit vergangener Woche gibt es WLAN an der FOSBOS!

„byod“ ist die Abkürzung für „bring your own device“, auf Deutsch: „Bring dein eigenes Gerät mit“. Schüler oder Studenten arbeiten dabei nicht mit einem ungewohnten, fremden Gerät, welches ihnen von der Schule beziehungsweise Hochschule zur Verfügung gestellt wird, sondern mit dem vertrauten, eigenen Gerät und bringen dies – egal ob Tablet, Smartphone oder Laptop – an die Schule mit.

Die meisten Schüler besitzen nämlich durchaus hochwertige und teure Geräte, deren möglicher Einsatzbereich im Alltag bei weitem nicht ausgereizt wird. Dieses bisher ungenutzte Potenzial soll nach Schulleiter Klaus Drotziger an der FOSBOS zukünftig stärker abgerufen werden.

Das nun in Betrieb genommene schulische WLAN ist die Voraussetzung für einen sinnvollen Einsatz der schülereigenen Endgeräte, da nun für jeden Schüler ein Online-Zugriff auf Dateien, Bilder und das Internet möglich ist.

Um sicherzustellen, dass in jedem Unterricht – egal ob sich das Klassenzimmer im Keller oder unter dem Dach befindet – stabiles WLAN zur Verfügung steht, wurden entsprechend viele erforderliche Accesspoints im Schulgebäude installiert, so dass mit minimaler Strahlenbelastung ein optimaler Zugang erreicht werden kann.

Lehrer, die bislang mit ihren Schülern ins Internet wollten, mussten dies sorgfältig planen: Der PC-Raum der Schule musste dafür reserviert werden, die Schüler mussten in der jeweiligen Stunde aus ihrem Klassenzimmer in diesen PC-Raum gehen und dort musste man erstmal die Rechner hochfahren und sich im System anmelden. Kein geringer Aufwand, wenn man beispielsweise nur einfach mal schnell hätte „googeln“ wollen, was ein bestimmtes Fremdwort bedeutet. So etwas ist nun ohne jeden Aufwand möglich: Jetzt bittet der Lehrer die Klasse einfach ihr Handy herauszunehmen und den gewünschten Begriff zu googeln. Das wars! Ohne Zeitverzug und ohne große Mühe!

Damit auch umfangreichere Recherchen möglich sind und in jedem Klassenzimmer gleichzeitig von vielen Schülern gearbeitet werden kann, hat die FOSBOs zusätzlich einen Glasfaseranschluss erhalten, damit das Netz stabil und der Datendurchsatz hoch bleibt.

Nun steht der nächste Schritt an: Es gilt dafür zu sorgen, dass das, was die Schüler recherchiert bzw. erarbeitet haben, aber erstmal nur ihnen auf ihrem Endgerät zur Verfügung steht, für die Mitschüler sichtbar wird.

Das Zauberwort dafür heißt „kollaborative Geräte“ bzw. „demokratischer Beamer“. Damit ist gemeint, dass die Beamer in den Klassenzimmern nicht nur die Inhalte der Lehrercomputer, sondern auch die Inhalte der Schülergeräte übertragen können müssen. Apple-TV, Miracast oder ähnliche Anwendungen sind jedoch in der Lage genau dies zu tun, so dass Schulleiter Klaus Drotziger optimistisch ist, dass dieses Ziel an der FOSBOS Weißenburg in Kürze erreicht werden wird.

Bildunterschrift: Ab sofort können die Schüler der FOSBOS das WLAN nutzen. Foto: FOSBOS Weißenburg

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