Gemeinsam gelingt Integration – Ukrainische Krankenschwester arbeitet in Klinikum Altmühlfranken

(red). „Das Jobcenter hat mir sehr gut geholfen. Ich freue mich, dass ich als Pflegehelferin im Klinikum Altmühlfranken arbeiten kann. Die Kolleginnen und meine Chefin unterstützen mich prima“, freut sich Yana Mishahina. Sie musste vor dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine fliehen und ist vor zwei Jahren in den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gekommen. Sie bringt über 22 Jahre Berufserfahrung als Krankenschwester mit. Zuletzt hatte sie als Oberschwester eine Station mit 100 Personen geleitet.

„Mit unserer Unterstützung und durch ihre eignen Aktivitäten ist es Frau Mishahina schnell gelungen, eine Arbeitsstelle zu finden, die ihrer Qualifikation entspricht. Wie gut unsere Beratung und Förderung wirkt hängt auch immer von individuellen Faktoren ab. Frau Mishahina hat besonders gut mitgearbeitet“, erläutert Katharina Mittelbach, Arbeitsvermittlerin im Jobcenter Weißenburg.

„Die Integration der Geflüchteten aus der Ukraine braucht Zeit aber sie wird gelingen, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Jetzt gilt es die Menschen, die Grundkenntnisse in Deutsch erworben haben, in Arbeit zu bringen. Denn zum einen können sie ihr Deutsch im Arbeitsalltag weiter verbessern und zum anderen benötigen die Arbeitgeber in der Region Arbeits- und vor allem Fachkräfte“, ist Bernd Burgschneider, Geschäftsführer des Jobcenters Weißenburg, überzeugt.

„Wir beschäftigen gerne Kolleg*innen, die noch im Anerkennungsverfahren ihres Berufsabschlusses als Pflegefachkraft sind. Auch wenn unsere Kapazitäten dafür begrenzt sind und die Tätigkeit mindestens B2-Sprachniveau erfordert, zeigen Beispiele wie Frau Mishahina, dass es gelingen kann“, meint Lydia Stollreiter, Bereichsleitung Pflege am Klinikum Altmühlfranken.

„Auf der Arbeit habe ich nur mit Leuten zu tun, die Deutsch als Muttersprache sprechen. Auch wenn ich noch Schwierigkeiten habe, Fränkisch zu verstehen oder ich bei manchen Fachausdrücken meine Kolleginnen fragen muss, wird es immer besser“, berichtet Mishahina.

„Frau Mischahina hat ihr Deutsch gut weiterentwickelt in den drei Monaten, die sie nun im Klinikum Altmühlfranken arbeitet“, bestätigt Katharina Mittelbach. „Menschen, die Grundkenntnisse in Deutsch erworben haben lernen in der Regel besser im Arbeitsalltag Deutsch als wenn sie auf den nächsten Kurs warten, zumal dies aktuell auch sehr lange dauern kann“, so Mittelbach.

„Unternehmerischer Mut und Engagement zahlen sich aus. Geflüchtete mit Grundkenntnissen in Deutsch einzustellen kann ein wichtiger Beitrag sein, Fachkräfte zu gewinnen. Unter bestimmten Voraussetzungen können Arbeitgeber, die Geflüchtete mit Grundkenntnissen in Deutsch einstellen von den bewährten Fördermaßnahmen von Jobcenter oder Agentur für Arbeit profitieren“, legt Bernd Burgschneider dar.

Interessierte Arbeitgeber können sich gerne beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Jobcenter und Agentur für Arbeit melden: 09141 871-440,
Weissenburg.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de

Bildunterschrift: Auf dem Bild zu sehen (v. l. n. r.): Bernd Burgscheider (Geschäftsführer Jobcenter Weißenburg), Yana Mishahina, Lydia Stollreiter (Bereichsleitung Pflege Klinikum Altmühlfranken), Katharina Mittelbach, (Arbeitsvermittlerin im Jobcenter Weißenburg). Foto: Florian Braunreuther / Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg

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