Bad Windsheim (red). Das Abfischen der Karpfenteiche gibt den Anlass zum herbstlichen Markt der Genüsse im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim. Für den 12. und 13. Oktober haben sich wieder viele Anbieter angemeldet, die jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr einen bunten Querschnitt regionaler Produkte präsentieren: Früchte, Honig, Schinken, Saft, Most, Wein und Brennereiprodukte, Fruchtaufstriche, Schokolade, Milch, Käse und den ersten Glühmost.

Der Museumsimker bietet seinen guten Honig an und erklärt lebhaft, wie er mit seinen Bienen umgeht. Eine Besonderheit ist regionales Ziegenfleisch und Ziegenwurst. Was einmal Armeleute-Essen war, hat sich inzwischen zur Delikatesse entwickelt. Am Marktplatz für Direktanbieter kommt die Ware ohne weite Lieferwege direkt vom Hof auf den Tisch. So ergeben sich regionale Kreisläufe – köstlich für die Menschen und nachhaltig für die Umwelt.

Vorführungen historischer Techniken der Nahrungsmittelzubereitung faszinieren Jung und Alt: Im historischen Backhaus wird Brot gebacken. Most wird gepresst, Kartoffeln gedämpft und die frisch gebackenen Küchle kann man gleich kosten. Daneben kann man sich informieren: Ein kleine Obstausstellung zeigt einen Ausschnitt der alten Obstsorten, die im Freilichtmuseum kultiviert werden, und einiger Wildobstsorten wie Mispel, Speierling oder Schlehen. Für gute Stimmung sorgt am Samstagnachmittag die „Walder Dorfmusik“ und am Sonntagnachmittag „Die Fränkischen“.

Das Fränkische Freilandmuseum ist umweltfreundlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Von Würzburg, Nürnberg und Ansbach aus fährt stündlich eine Regionalbahn. Vom Bahnhof in Bad Windheim sind es 15 Minuten Fußweg durch die Altstadt bis ins Freilandmuseum. Bei Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es bei Vorlage des Tickets ermäßigten Museumseintritt. Der Eintritt kostet sieben Euro, ermäßigt sechs Euro, für Familien 17 Euro und für Teilfamilien zehn Euro.

Bildunterschrift: Die Apfelausstellung zeigt die Vielfalt alter Obstsorten, die im Fränkischen Freilandmuseum kultiviert werden. Foto: Ute Rauschenbach

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