Ansbach/Weißenburg (red). Kindertagesstätten werden ausgebaut, neue Kindergärten realisiert und Horte erweitert. Dies alles will dafür Sorge tragen, dass ausreichend Betreuungsplätze für unseren Nachwuchs zur Verfügung stehen. Doch woher soll das Personal für die Betreuung kommen? Den aktuell 50 gemeldeten Stellen im Agenturbezirk Ansbach-Weißenburg stehen lediglich eine Hand voll Bewerberinnen und Bewerber gegenüber. Um diesem Mangel an Betreuungskräften entgegenzuwirken, startet Ende Oktober 2019 erstmalig auch in Ansbach eine Qualifizierungsmaßnahme zum/zur Kinderpfleger/in in Teilzeit für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger.

Dieses Angebot biete die Chance, Familie und Ausbildung unter einen Hut zu bekommen, so Christine Baez Delgado, die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Arbeitsagentur in Ansbach: „Mit Bestehen der Externenprüfung im Juni 2021 haben die Teilnehmenden eine abgeschlossene Ausbildung als „Staatlich geprüfte/r Kinderpfleger/in“ in der Tasche – ein Beruf mit Zukunft und Entwicklungsmöglichkeiten.“

Auch Karin R. möchte nochmal beruflich durchstarten. Die 41-Jährige freut sich auf die Zeit: „Endlich kann ich die Vormittage, wenn meine Kinder in der Schule sind, für meine eigene Berufsplanung nutzen. Die Erziehungszeit zu Hause hat mir gezeigt, dass die Arbeit mit Kindern für mich genau das Richtige ist. Meine privaten Erfahrungen kann ich hier auch beruflich einsetzen.“ Auch ihre Familie freut sich mit ihr: „Meine Mami geht jetzt auch zur Schule“, strahlt ihr achtjähriger Sohn Dominik.

Die Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg unterstützt die Teilnahme am Vorbereitungskurs auf die Externenprüfung in der Kinderpflege. Noch sind Plätze dafür frei. Inwiefern Interessierte einen Bildungsgutschein durch die Agentur für Arbeit erhalten können, erfahren sie in einem persönlichen Gespräch. Eine Terminvereinbarung hierfür ist unter der kostenlosen Hotline 0800 / 4 5555 00 möglich. Zur Klärung erster Fragen steht auch Christine Baez Delgado unter 0981 / 182-360 zur Verfügung.

Bildunterschrift: Ein Kindergärtner schneidet mit den Kindern gemeinsam Gemüse. Foto: Bundesagentur für Arbeit.

Ähnliche Beiträge

Amateursport im Dialog
Unterricht mal anders
Was macht eine Gesellschaft christlich?