N-ERGIE Netz GmbH baut neues Umspannwerk in Mischelbach

Mischelbach (red). Die N-ERGIE Netz GmbH verstärkt ihr Stromnetz: Im Pleinfelder Ortsteil Mischelbach (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) baut sie ein neues Umspannwerk, das die Möglichkeiten für die Einspeisung von erneuerbaren Energien in der Region steigert.

Aktuell bereiten Bagger bereits das Baufeld vor, das direkt östlich neben der Bundesstraße 2 liegt. In einigen Wochen startet die N-ERGIE Netz GmbH mit dem Aufbau des Betriebsgebäudes, ehe 2024 die Einrichtung der elektrischen Anlage beginnt. Der Abschluss der Arbeiten und die Inbetriebnahme des Umspannwerks sind für Ende 2024 geplant.

Spätere Erweiterung des Umspannwerks möglich

An die bestehende, in unmittelbarer Nähe verlaufende 110-Kilovolt(kV)-Hochspannungsleitung wird die neue Anlage über eine Freileitung angebunden. Der Anschluss an das 20-kV-Mittelspannungsnetz erfolgt über Erdkabel.

Das neue Umspannwerk wird zunächst über einen Großtransformator mit einer Leistung von 40 Megavoltampere (MVA) verfügen. Eine spätere Erweiterung der Anlage auf eine Leistung von insgesamt 126 MVA ist möglich.

Energiewende als Herausforderung für das Stromverteilnetz

Die N-ERGIE Netz GmbH investiert rund 13 Millionen Euro in das neue Umspannwerk, das eine neue, zunehmend wichtige Verbindung zwischen der Mittel- und der Hochspannungsebene schafft.

Mit Neubauten wie diesen verstärkt die N-ERGIE Netz GmbH ihr Stromnetz. Sie reagiert damit auf den dynamisch fortschreitenden Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region. In diesem konkreten Fall erhöht das neue Umspannwerk maßgeblich die Aufnahmekapazität für Solarkraftwerke.

Eine Milliarde Euro für das Stromnetz bis 2030

Ein leistungsfähiges Stromnetz ist die Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende. Ganz besonders kommt es auf das regionale Verteilnetz an, das alle Leitungen bis zu einer Spannung von 110 kV umfasst. So gut wie alle Erneuerbaren speisen hier ein. Im Netzgebiet des Verteilnetzbetreibers N-ERGIE Netz GmbH sind das aktuell bereits rund 70.000 Anlagen.

Der dynamische Zubau von weiteren Photovoltaik-Anlagen, insbesondere großer und leistungsstarker Solarkraftwerke, stellt die N-ERGIE Netz GmbH in den kommenden Jahren vor eine sehr große Herausforderung. Da zeitweise – gerade in den Mittagsstunden – ein Mehrfaches des in der Region benötigten Stroms erzeugt wird, müssen die Kapazitäten im Netz für den Abtransport stark erhöht werden. Ebenso wird der Umstieg auf Wärmepumpen und Elektroautos die Anforderungen an das Stromnetz deutlich erhöhen. Allein bis 2030 wird die N-ERGIE Netz GmbH deshalb rund eine Milliarde Euro in ihr Stromnetz investieren.

Stromnetz umfasst 28.000 Kilometer

Das Stromnetz der N-ERGIE Netz GmbH deckt weite Teile Mittelfrankens ab und geht in die angrenzenden Regierungsbezirke über. Die Hoch-, Mittel- und Niederspannungsleitungen sind insgesamt rund 28.000 Kilometer lang. Es erstreckt sich vom Würzburger Umland im Norden bis Eichstätt im Süden, sowie von Weikersheim im Westen bis nach Sulzbach-Rosenberg im Osten.

Bildunterschrift: Umspannwerk Mischelbach. Foto: Annemarie Endner

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