Weißenburg-Gunzenhausen (red). Am Freitag, 18. Oktober 2019, startet das Schadstoffmobil zu seiner Herbsttour. Im Oktober und November macht es in 23 Gemeinden im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Halt und nimmt Sondermüll entgegen.

Die Sondermüllsammlungen im Landkreis bieten eine gute Gelegenheit, um den Haushalt zu entgiften. Denn oft haben sich das Jahr über Produkte angesammelt, die nicht aufgebraucht wurden, nicht mehr verwendbar sind und ein Gefahrenkennzeichen aufweisen. Diese Produkte dürfen aber nicht in den gewöhnlichen Hausmüll gelangen – sie müssen als Sonderabfall entsorgt werden.

Als Sonderabfall gelten alle Produkte aus dem Haushalt, die wegen ihrer Inhaltsstoffe für den Menschen und die Umwelt gefährlich sein können. Sie dürfen auch nicht miteinander vermischt werden und sollten wenn möglich, in den Originalbehältern beim Schadstoffmobil abgegeben werden.

Angenommen werden zum Beispiel Chemikalien, Pflege- und Reinigungsmittel aus dem Haushalts-, Hobby- und Gartenbereich, Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren, Medikamente, quecksilberhaltige Thermometer und Feuerlöscher. Eingetrocknete Pinsel und Farbdosen sind hingegen kein Sondermüll. Sie werden ebenso wie eingetrocknete Wandfarben über den Restmüll entsorgt.

Durch den gezielten Einkauf von umweltfreundlichen Produkten und einer sparsamen Dosierung können viele Umweltgifte vermieden werden. Produkte mit schädlichen Inhaltsstoffen können Verbraucher oft schon an besonderen Warnhinweisen auf der Verpackung erkennen. Das Symbol „Totenkopf“ weist zum Beispiel auf Giftigkeit hin.

Altmedikamente – nie in die Toilette oder ins Waschbecken

Bei den Medikamenten wird zwischen gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen unterschieden. Der Großteil aller Pillen, Tabletten, Tropfen oder Zäpfchen wird bei der Entsorgung als nicht gefährlicher Abfall eingestuft. Diese Medikamente sind in der Regel über die Restmülltonne zu entsorgen, bestenfalls verpackt und zugeknotet in einer Plastiktüte, um Zugriffe Dritter zu verhindern.Spraydosen zur Verabreichung von Medikamenten, die noch Reste eines gefährlichen Treibmittels enthalten, sind gefährliche Abfälle und damit Sondermüll. Ebenso gilt dies für Medikamente die zum Beispiel zur Behandlung von Krebs eingesetzt werden. Auf den Verpackungen oder Packungsbeilagen sind die Worte „Zytostatikum“, „Krebs- bzw. Chemotherapie“ oder Hinweise wie „Das Arzneimittel darf weder im Abwasser noch im Haushaltsabfall entsorgt werden“ zu finden.

Alte, abgelaufene Arzneimittel dürfen nie in die Toilette oder ins Waschbecken gelangen, denn Kläranlagen können die Wirkstoffe von Medikamenten nicht vollständig abbauen oder zurückhalten. Die bei der kommunalen Sondermüllsammlung abgegebenen Medikamente und Sonderabfälle werden anschließend bei der GSB Sonderabfall-Entsorgung Bayern GmbH entsorgt.

Sondermülltermine

Das Schadstoffmobil ist noch an folgenden Terminen unterwegs: Am 26.10. in Höttingen am Schlepperwaschplatz von 08.00 bis09.00 Uhr, in Burgsalach am Bauhof von 09.30 bis 10.30 Uhr und in Treuchtlingen am Volksfestplatz von 11.15 bis 14.15 Uhr.

Außerdem am 29.11. in Oberhochstatt am Parkplatz am Friedhof von 08.00 bis 09.00 Uhr, in Pappenheim am Volksfestplatz von 09.45 bis 11.45 Uhr, in Solnhofen am Kirchweihplatz/am Birkenhain von 13.45 bis 14.45 Uhr und in Langenaltheim am Bauhof von 15.00 bis 16.00 Uhr.

Am 30.11. ist das Schadstoffmobil in Wettelsheim beim Schützenhaus Germania von 08.00 bis 09.00 Uhr, in Alesheim am Sportplatz von 09.30 bis 10.30 Uhr, in Gräfensteinberg am Parkplatz Schule von 11.15 bis 12.15 Uhr und in Wald an der Freiwilligen Feuerwehr von 12.45 bis 13.45 Uhr.

Alle Sondermülltermine und die genauen Standplätze sind auch unter www.landkreis-wug.de/sondermuell oder in der AbfallApp Altmühlfranken zu finden.

Bildunterschrift: Im Oktober und November ist das Schadstoffmobil wieder unterwegs. Foto: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen

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