Weißenburg (red). 19 Jungen und Mädchen der Stephani-Mittelschule und der Altmühlfranken-Schule in Gunzenhausen wurden durch die Jugendsozialarbeiter Carola Schmidt (Landratsamt) und Thomas Pfaffinger (Diakonie)noch vor den Sommerferien zu Tutoren ausgebildet. Die Schüler aus den 8. Klassen lernten in zwei Coachings die Grundlagen der Spielpädagogik kennen, sammelten Ideen für ihren Dienst im kommenden Schuljahr und beschäftigten sich mit der Entstehung eines positiven ersten Eindrucks.

„Man kann nicht  kommunizieren“, ein Zitat des Kommunikationswissenschaftlers Paul Watzlawick, regt die Schüler dazu an, sich mit der eigenen Körpersprache zu beschäftigen. „Gestik und Mimik eines Menschen verraten uns viel darüber, wie ein Mensch sich fühlt oder was er gerade denkt“, macht Schmidt den interessierten Schülern deutlich. „Unser Körper spricht immer.“ Die Achtklässler möchten schließlich bei ihrer Vorstellung am ersten Tag des neuen Schuljahres bei den Fünftklässlern einen besonders guten Eindruck hinterlassen. Hier treten sie ihre Aufgabe an, den Jüngeren das Ankommen zu erleichtern.

„Die Wahrnehmung der Menschen erfolgt über das Sehen, Hören und Riechen. All dies können wir zu unseren Gunsten beeinflussen“, ergänzt Pfaffinger. Gemeinsam erarbeiten sich die Jugendlichen Möglichkeiten, wie sie dies steuern können: Regelmäßige Körperpflege, tägliches Duschen, frische Kleidung, Halten von Augenkontakt und das Üben von Vorträgen fallen ihnen hierzu ein. Der letzte Punkt wird sogleich umgesetzt und die Teenager trainieren, sich vor ihren Mitschülern vorzustellen. Nicht bei jeder Gruppe klappt es auf Anhieb gut, aber das folgende Feedback gibt den jungen Menschen gute Anregungen, die sie umsetzen. Letztlich kann ein jeder sicher sowie wortgewandt vor der fiktiven Klasse stehen. „Übung macht tatsächlich den Meister“, zeigt sich eine Achtklässlerin begeistert. Im weiteren Verlauf des Coachings unternehmen die zukünftigen Tutoren eine kleine Zeitreise. Anhand von eigenen Fotos des ersten Schultags gehen sie den Fragen nach, wie es sich angefühlt hat, an einer Schule neu und fremd zu sein und was ihnen in diesen Situationen geholfen hat. „Jemand, der mir das Schulhaus gezeigt hat“, benennt einer der Jugendlichen. „Ältere Schüler, die mir auch mal eine Frage beantwortet haben“, ergänzt seine Klassenkameradin. All dies sind Ziele, die die StartHelfer, wie sich die Tutoren an den beiden Schulen nennen, im Folgenden auf Plakaten festhalten. Sie notieren sich zudem mögliche Aktionen und sammeln Ideen, was sie konkret mit ihren Fünftklässlern in den ersten Wochen unternehmen könnten. Eine jede fünfte Klasse bekommt mehrere StartHelfer zur Seite gestellt, die bereits am ersten Tag mit einem Kennenlern-Spiel in Erscheinung treten. Zudem gibt es eine Schulhaus-Rallye, die Orientierung und Sicherheit bringen soll.

Spielerisch gestaltet sich das weitere Coaching: Zipp-Zapp, Namens-Jonglage, Knecht-Rupprecht, Obstsalat und Herr K mag K sind einige der Spiele, die die Achtklässler ausprobieren. Es gilt, ein passendes Kennenlern-Spiel zu finden. Um auch in der Moderation eines solchen Spieles fit zu sein, erhalten die Schüler eine Aufgabe: Bis zum zweiten Coaching, das im Jugendzentrum Gunzenhausen stattfand, sollten sie ein Spiel selbst vorbereiten und dieses schließlich vor allen StartHelfern anleiten. Keine leichte Aufgabe, „doch die Schüler haben dies mit Bravour gemeistert“, freuen sich rückblickend die Jugendsozialarbeiter. Beide zeigen sich sicher, dass die Jungen und Mädchen auf ihre Aufgabe gut vorbereitet sind und die neuen Fünftklässlern ein guter Empfang im September erwartet.

Bildunterschrift: In zwei  Wochen wurden 19 Schüler der Stephani-Mittelschule und der Altmühlfranken-Schule zu neuen Tutoren ausgebildet. Foto: Diakonie

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