Roth (red). Es war ein Tag der Superlative beim DATEV Challenge Roth powered by hep: Der Däne Magnus Ditlev verteidigte in neuer Weltbestzeit von 7:24:40 Stunden seinen Titel, die Schweizerin Daniela Ryf unterbot die zwölf Jahre alte Weltbestzeit von Chrissie Wellington um knapp zehn Minuten. Außerdem kamen mit rund 300.000 Zuschauern entlang der Strecke der Triathlon-Langdistanz so viele Zuschauer wie noch nie ins fränkische Triathlon-Mekka.

Schon beim Wechsel vom Rad auf die Laufstrecke zeichnete sich die neue Weltbestzeit für Magnus Ditlev ab, der mit knapp sechs Minuten Vorsprung vor Patrick Lange und dem US-Amerikaner Ben Kanute ins Ziel in Roth einlief. Der 25-jährige Vorjahressieger hatte seinen eigenen im Vorjahr aufgestellten Radrekord unterboten und blieb mit 3:57:45 Stunden über die 180 Kilometer deutlich unter der vier Stunden Marke. Beim Wechseln kam der spätere Achtplatzierte, Sam Laidlow aus Frankreich, noch knapp vor Magnus Ditlev aus dem Wechselzelt. Auf der Laufstrecke hatte Laidlow jedoch mit Problemen an der Wade zu kämpfen, so dass Ditlev sich rasch einen großen Vorsprung herauslaufen konnte.

„Ich fühle mich müde, aber überglücklich“, sagte Ditlev im Ziel. Nach etwa der Hälfte der 42 Kilometer langen Laufstrecke war ihm bewusst geworden, dass er das Rennen gewinnen werde: „Daran darf ich aber nie denken, sonst blockiert das.“ Erst kurz vor dem Ziel habe er realisiert, dass er die Weltbestzeit tatsächlich knacken werde: „In erster Linie bin ich für den Sieg gelaufen. Dass es eine so gute Zeit geworden ist, macht mich aber umso glücklicher.“

Patrick Lange, Roth-Sieger aus dem Jahr 2021, hatte auf der Laufstrecke noch einmal aufgeholt, bei Kilometer 24 Sam Laidlow überholt. „Mir war aber schon mit dem Wechsel zum Laufen klar, dass ich den Rückstand nicht mehr einholen kann“, sagte der 36-Jahre alte Hawaii-Sieger von 2017 und 2018. „Es war trotzdem ein mega Tag. Ich habe eine gute Aufholjagd gezeigt und es am Ende doch noch einmal spannend gemacht. Ich habe alles gegeben.“ Geschmerzt habe ihn nur, dass er sein Ziel, den Marathon in einer Zeit von unter 2:30 Stunden zurückzulegen, um 27 Sekunden verpasst habe. „Außerdem habe ich beim Schwimmen eins aufs Auge bekommen.“

Sebastian Kienle, Roth-Sieger 2018, hat sich mit dem 14. Platz bei seiner letzten Langdistanz in Deutschland noch einmal feiern lassen. “Die Zeit war mir egal. Ich habe es heute noch einmal genießen können, den Solarer Berg hochzufahren und ins Stadion einzulaufen. Das war sensationell. Diese Atmosphäre habe ich in meiner Laufbahn nirgendwo sonst erlebt“, lobte der zweifache Hawaii-Champion die Triathlonfans in Roth.

Zwei Deutsche komplettieren das Podium in Roth

Im Starterfeld der Frauen unterbot die Schweizerin Daniela Ryf mit 8:08:21 die Weltbestzeit von Chrissie Wellington aus dem Jahr 2011, die in Roth in 8:18:13 Stunden ins Ziel gekommen war. Die Britin Wellington hat persönlich die Medaille an Ryf übergeben und vorher schon orakelt: „Die Weltbestzeit wird fallen. Da bin ich mir sicher. Ich habe sie lange genug gehalten. Ich bin so happy, dass ich dabei bin, wenn sie heute geknackt wird.“ Auch Ryf hatte bereits im Vorfeld angekündigt, um zu gewinnen, müsse man eine neue Weltbestzeit aufstellen.

Im Ziel strahlte die nun dreifache Roth-Siegerin überglücklich: „Es war ein perfekter Tag. Das war meine beste Leistung, die ich jemals gezeigt habe.“ Nach einem guten Saisonstart hatte sie vor knapp zwei Monaten allerdings ein Virus aus dem Tritt gebracht. „Die letzten beiden Wochen ist es wieder gut gelaufen, so dass ich schon zuversichtlich war.“ Bereits auf dem Rad hatte sich die Schweizerin einen so großen Vorsprung erarbeitet, der für ihre Konkurrentinnen uneinholbar war.

So hatte auch die Zweitplatzierte und Vorjahressiegerin Anne Haug beim Wechsel vom Rad auf die Laufstrecke den Sieg bereits abgeschrieben. „Es war für mich trotzdem ein gutes Rennen, vor allem auf der Laufstrecke.“ Auch die Dritte, Laura Philipp war über ihre Platzierung zufrieden: „Beim Schwimmen hatte ich den Anschluss an die Spitze verloren und auch auf dem Rad musste ich eine Durststrecke durchmachen. Die fantastischen Zuschauer haben dafür gesorgt, dass es dann doch noch ein guter Tag wurde.“

So viele Zuschauer wie noch nie am Solarer Berg

Rund 300.000 Zuschauerinnen und Zuschauer entlang der Strecke bedeuten ebenfalls einen neuen Rekord für den DATEV Challenge Roth powered by hep. Vor allem beim Schwimmstart am Main-Donau-Kanal und am Hotspot Solarer Berg feuerten deutlich mehr Besucher die rund 3500 Einzelstarter und 650 Staffeln an. „Das war beeindruckend wie nie zuvor“, freute sich Rennleiter Felix Walchshöfer.

Foto: LPZ

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