Steckkreuze des Feuerwehr-Ehrenzeichens ausgehändigt

Ansbach (red). Regierungspräsidentin Dr. Kerstin Engelhardt-Blum hat heute an mehrere Persönlichkeiten aus Mittelfranken das Steckkreuz für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen überreicht, das vom Bayerischen Staatsminister des Innern Joachim Herrmann verliehen wird. Das Steckkreuz ist die höchste staatliche Auszeichnung für Verdienste im Feuerlöschwesen, bei der Bekämpfung von Bränden oder sonstigen Notständen und wird nur alle zwei Jahre verliehen.

Dr. Engelhardt-Blum dankte zu Beginn der Veranstaltung allen eingesetzten Kräften der Feuerwehren in Mittelfranken für ihr großartiges Engagement. „Alle Helferinnen und Helfer haben sich für die große Gemeinschaftsaufgabe der Feuerwehren eingesetzt, oftmals über Jahrzehnte hinweg, mit viel Herz und Leidenschaft“, so die Regierungspräsidentin. „Wir sind dankbar, dass es Ihnen immer wieder gelingt, Menschen für dieses wichtige Ehrenamt zu gewinnen.“

Im Einzelnen erhielten das Steckkreuz: Christian Falk, Kreisbrandinspektor, Diepersdorf, Landkreis Nürnberger Land:

Christian Falk trat 1994 in seine Heimatfeuerwehr Diepersdorf ein und wurde durch sein großes Engagement im Bereich der Jugendarbeit im Jahr 2013 zum Kreisbrandmeister Jugendwart für den Dienstbezirk 3 ernannt. Seit 2014 ist er Kommandant und wurde im Jahr 2020 zum Kreisbrandinspektor und im November 2021 zum stellvertretenden Kreisbrandrat ernannt. Christian Falk hat sich durch seine Leistungen in der Feuerwehr, besonders durch seine Führungsqualität und sein Organisationstalent, bleibende Verdienste um die Bayerischen Feuerwehren erworben. Während der Pandemie hat er sich als Hauptorganisator im Landkreis besonders verdient gemacht. Im Zusammenhang mit der Katastrophenhilfe für Kroatien und darauffolgend für die Ukrainehilfe hat er jeweils die Führungsrolle der Sammelstationen für alle Feuerwehren in Nordbayern übernommen und bei der Schneekatastrophe 2019 war er maßgebend im Führungs- und Vorbereitungsstab für das Hilfeleistungskontingent des Landkreises Nürnberger Land tätig.

Udo Fertig, Stadtbrandinspektor, Stadt Nürnberg:

Udo Fertig hat seit 1987 in der Freiwilligen Feuerwehr Nürnberg viele Positionen bis hin zum ersten Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Nürnberg-Fischbach bekleidet. Im Jahr 2010 wurde er Stadtbrandinspektor und damit einer der höchsten Repräsentanten der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Nürnberg. Udo Fertig hat sein besonderes Engagement insbesondere bei Großeinsätzen, teils mit überregionaler Aufmerksamkeit, unter Beweis gestellt, zum Beispiel 2022 im Stab zur Ukraine-Hilfe, aber auch in der Einsatzleitung bei einer Vielzahl von Einsätzen im Rahmen von Bombenfunden im Stadtgebiet Nürnberg. Außerdem widmete er sich in überragender Art und Weise den Belangen der Ausbildung und begleitete als Pionier die Fachabteilung Sanitätswesen von der Gründung bis heute.

Holger Frohwieser, Kreisbrandinspektor, Feuchtwangen, Landkreis Ansbach:

Nach seinem Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr Feuchtwangen im Jahr 1977 übernahm Holger Frohwieser von 1996 bis 2006 das Amt des stellvertretenden Kommandanten und bekleidete von April 2006 bis März 2012 das verantwortungsvolle Amt des Kommandanten. Auf Grund seiner besonderen Fachkenntnisse, seiner erworbenen Erfahrung im Einsatzdienst und seiner überzeugenden Führungsqualitäten wurde er im November 2013 zum Kreisbrandinspektor im Landkreis Ansbach bestellt. Das Dienstgebiet von Holger Frohwieser umfasst seitdem 13 Gemeinden mit ca. 50.000 Einwohnern sowie 75 Feuerwehren. Ein Schwerpunkt seiner Einsatztätigkeit ist das Autobahnkreuz Feuchtwangen/Crailsheim, auf dem sich häufig schwere Verkehrsunfälle und eine daraus resultierende umfangreiche und komplexe technische Rettung ergibt.

Peter Kölbl, Kreisbrandmeister, Feucht, Landkreis Nürnberger Land:

Peter Kölbl ist am 08.03.1979 in seine Heimatfeuerwehr Feucht eingetreten und wurde am 01.11.1994 zum Kreisbrandmeister ernannt. Neben der Teilnahme an Einsätzen und deren Führung arbeitet er in der Unterstützungsgruppe der Örtlichen Einsatzleitung, in der Funktion als Luftbeobachter sowie als Ausbilder für Sprechfunk und Atemschutzgeräteträger im Landkreis. Zusätzlich ist Peter Kölbl seit dem Jahr 2014 über den regulären Dienst hinaus als engagierter Fachberater EDV sowohl für den Landkreis als auch für das Bayerische Staatsministerium des Innern tätig.

Hans-Peter Reißmann, Leitender Branddirektor, Stadt Nürnberg:

Hans-Peter Reißmann übernimmt seit 1990 als Feuerwehrbeamter der Berufsfeuerwehr der Stadt Nürnberg die verschiedensten Funktionen im Einsatzführungsdienst, wie Zugführer, Inspektionsdienst und seit 1999 den Direktionsdienst in der höchsten Führungsstufe. Am 01.07.2019 übernahm Hans-Peter Reißmann die Funktion des Stellvertretenden Leiters der Berufsfeuerwehr Nürnberg. Er hat durch sein außergewöhnlich hohes Engagement erheblich zur Verbesserung und Fortentwicklung des Feuerwehrwesens und des Brand- und Katastrophenschutzes in der Stadt Nürnberg beigetragen und erfolgreich Maßnahmen bei vielen Großeinsätzen koordiniert, wie zum Beispiel im April 2004 die Bergungsmaßnahmen eines leckgeschlagenen Hotelschiffs und im Mai 2007 die Einsatzleitung beim Brand des Altenheimes Santa Gloria. Das Steckkreuz wurde Hans-Peter Reißmann bereits am 07.10.2023 durch Staatsminister Joachim Herrmann ausgehändigt.

Jürgen Schwab, Kreisbrandinspektor, Röttenbach, Landkreis Erlangen-Höchstadt:

Jürgen Schwab trat 1990 in die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Röttenbach ein und wurde 1996 bereits mit 23 Jahren zum zweiten Kommandanten gewählt. Ab 2002 übernahm er das Amt des ersten Kommandanten und initiierte die Ausbildung zum Feuerwehrsanitäter innerhalb seiner Feuerwehr. Im Jahr 2006 übernahm Jürgen Schwab zusätzlich das Amt des Kreisbrandmeisters für den Unterkreis Adelsdorf und wurde im Jahr 2017 zum Kreisbrandinspektor und Örtlichen Einsatzleiter bestellt. Da ihm ein besonders wichtiges Anliegen die Jugendarbeit ist, wurde eine der ersten Kinderfeuerwehren im Landkreis Erlangen-Höchstadt unter seiner Mitwirkung gegründet.

Hans Jörg Wolfsberger, Kreisbrandmeister, Roth, Landkreis Roth:

Hans Jörg Wolfsberger trat im Januar 1981 in die Feuerwehr Georgensgmünd ein und fungierte seit 1988 als Gruppenführer und ab 1993 als Zugführer. Seit dem 01.05.2000 leitet Hans Jörg Wolfsberger das Ressort des Fach-Kreisbrandmeisters Atemschutz/ABC im Landkreis Roth. Zu diesem Ressort gehören eine rund 30-köpfige Mannschaft, aktuell vier Sondereinsatzfahrzeuge und eine Atemschutzübungsanlage in einer eigenständigen Landkreisliegenschaft.

Unter der Regie von Hans Jörg Wolfsberger durchlaufen jährlich ca. 1000 Feuerwehrdienstleistende die Jahresbelastungsübung für Atemschutzgeräteträger und rund 225 Feuerwehrdienstleistende die diversen Ausbildungen im Fachbereich Atemschutz/ABC.

Jürgen Zachmann, Kreisbrandinspektor, Ellingen, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen:

Nach seinem Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr Ellingen im Jahr 1990 übernahm Jürgen Zachmann von 2001 bis 2019 das Amt des stellvertretenden Kommandanten in Ellingen. Darüber hinaus war er von 2001 bis 2020 Kreisbrandmeister und wurde am 01.12.2020 zum Kreisbrandinspektor im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen bestellt. Als Kreisbrandinspektor betreut Jürgen Zachmann aktuell drei Kreisbrandmeisterbereiche mit 34 Feuerwehren. Besondere Verdienste erwarb er sich durch seine 20-jährige Tätigkeit als Leiter des Löschzuges Rettung im Katastrophenschutz und einer freiwilligen Einheit der Feuerwehr in Form des ABC-Zuges.

Bildunterschrift: Gruppenbild der Geehrten: (v. l. n. r.): Kreisbrandmeister Hans Jörg Wolfsberger (Landkreis Roth), Leitender Branddirektor Hans-Peter Reißmann (Stadt Nürnberg), Stadtbrandinspektor Udo Fertig (Stadt Nürnberg), Kreisbrandinspektor Jürgen Schwab (Landkreis Erlangen-Höchstadt), Regierungspräsidentin Dr. Engelhardt-Blum, Kreisbrandinspektor Christian Falk (Landkreis Nürnberger Land), Kreisbrandmeister Peter Kölbl (Landkreis Nürnberger Land), Kreisbrandinspektor Jürgen Zachmann (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen), Kreisbrandinspektor Holger Frohwieser (Landkreis Ansbach). Foto: Regierung von Mittelfranken / Thomas Müller

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